Emma Stone schwärmt über ihren "Spider-Man": "Er gibt jeden Tag 100 Prozent!"

Nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera stimmt die Chemie zwischen Andrew Garfield und Emma Stone

In "The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro" ist Emma Stone wieder an der Seite ihres Freundes Andrew Garfield zu sehen. Im Interview schwärmt sie über die Arbeit mit ihrem Schatz...

 

Wie war es für Sie, nach dem ersten Film nun für das Sequel wieder mit der alten Mannschaft zusammenzukommen?

EMMA STONE: Ich fand es wirklich schön. Für mich war es das erste Mal, dass ich wieder mit den gleichen Leuten zusammenarbeitete und dieselbe Figur spielte.

 

Haben Sie sich schnell wieder in die Rolle hineinversetzen können?

EMMA STONE: Ja, und die Figur hat sich merklich weiterentwickelt, sie ist deutlich erwachsener geworden, was ich sehr gut fand. Beim ersten Film war Gwen 21, jetzt ist sie 24 – und die dazwischenliegenden Jahre sind sehr bedeutsame Jahre deines Lebens. Ich konnte meine eigene Erfahrung als jemand, der selbst in den 20ern ist, gut in die Rolle einbringen.

 

Inwiefern ist Gwen reifer geworden?

EMMA STONE: Nun, ihr Vater ist gestorben und das hat sie natürlich ganz schön getroffen. Gwen ist noch sehr jung und musste alles mitnehmen und wirklich beherzigen, was sie in der kurzen Zeit von ihm lernen konnte. Ich denke, dass sie dadurch ein sehr ausgeprägtes Bewusstsein für Zeit entwickelt hat und für die Tatsache, dass keiner von uns ewig lebt, dass nichts von Dauer ist. Das ist schon eine große Sache, durch die Gwens Leben tiefgründiger geworden ist.

 

Und wie steht es um ihre Beziehung mit Peter?

EMMA STONE: Na ja, Peter hatte geschworen, sich von ihr fernzuhalten. Auch wenn ihr das sehr bewusst ist, steht sie dem Zusammensein mit Peter jetzt offener gegenüber, weil ihr zwei Dinge klar sind: das Leben ist kurz und sie lieben sich. Peter hingegen macht sich über ihre Situation deutlich mehr Gedanken. Und im Film gibt es deswegen viele Spannungen zwischen den beiden.

 

Was ist der Grund dafür, dass Andrew Garfield so eine gute Figur als Peter Parker und Spider-Man macht?

EMMA STONE: Das alles ist ihm sehr wichtig und er hat ungemein viel Talent. Er schafft es, dem Charakter eine unglaubliche Tiefe zu verleihen. Für ihn hat einfach jede Kleinigkeit eine Bedeutung, nichts entgeht ihm. Und er gibt jeden Tag 100 Prozent. Viel mehr kann man sich für diese populäre Figur eigentlich nicht wünschen.

 

Wie war es für Sie, mit ihm zu arbeiten?

EMMA STONE: Ich konnte so viel aus der Zusammenarbeit lernen. Er ist immer extrem gut vorbereitet, sehr genau und gleichzeitig auch noch mutig – also alles auf einmal.

 

Mussten Sie sich besonders auf diesen Film vorbereiten oder ein spezielles Training absolvieren?

EMMA STONE: Ich habe mich so gut wie möglich selbst vorbereitet und weiß ganz genau Bescheid darüber, was Gwen in ihrem Leben wann passiert ist. Eben die klassische Vorbereitung eines Darstellers auf eine Rolle. Ich musste also kein physisches Training absolvieren – aber es wäre vielleicht besser gewesen, wenn ich das gemacht hätte!

 

War die Rolle körperlich sehr anspruchsvoll?

EMMA STONE: Ja und nein. Gwen macht ja ein wissenschaftliches Studium, sie ist also kein Superheld. Dennoch gab es ein paar Stunts, bei denen ich mir blaue Flecken geholt habe, die ich mir mit einer besseren Vorbereitung vielleicht nicht eingefangen hätte.

 

Hat Gwens Look sich eigentlich verändert?

EMMA STONE: Ja. Deborah Scott war die Kostümdesignerin des Films und hat an dieser Stelle durchaus Änderungen vorgenommen. Die Geschichte erstreckt sich ja über einen gewissen Zeitraum und Gwen wird währenddessen ein bisschen erwachsener. Und das haben wir versucht auszudrücken – sie wird gewissermaßen auch in ästhetischer Hinsicht reifer.

 

Was für ein Typ von Regisseur ist Marc Webb?

EMMA STONE: Er ist sehr einfühlsam und gibt einem viele Freiheiten. Man kann improvisieren und nach dem wahren Kern jeder Szene suchen, was natürlich wundervoll ist, vor allem bei einem Film, der so groß und technisch aufwändig ist. Derartige Freiheiten zu haben und diese Art von Vertrauen zu genießen, ist einfach toll. Marc hat uns wirklich sehr viel erlaubt.

 

Haben Sie gemeinsame Szenen mit Dane DeHaan?

EMMA STONE: Oh ja. Zwar nur kurz, aber wow. Er ist ein grandioser Schauspieler.

 

Hatten Sie ihn zuvor schon einmal getroffen oder mit ihm gearbeitet?

EMMA STONE: Nein, ich hatte ihn nur in CHRONICLE gesehen – den Film fand ich super. Ich war also bereits ein Fan von ihm, aber jetzt bin ich ein Riesenfan. Er ist einfach verdammt gut.

 

Und Jamie Foxx?

EMMA STONE: Mit ihm hatte ich ebenfalls kleinere Szenen, kann aber auch so sagen, dass er der helle Wahnsinn ist und immer alle zum Lachen bringt. Er sorgt für diese gewisse Leichtigkeit am Set, was ich echt toll finde. Jamie ist der Star in jedem Raum, den er betritt. Einfach großartig.

 

Der Film wurde hauptsächlich in New York gedreht. Haben Sie dort schon einmal gewohnt?

EMMA STONE: Ja, das habe ich.

 

Wurde auch an irgendwelchen Locations gedreht, die für New York eher untypisch sind?

EMMA STONE: Es gab zum Beispiel Dreharbeiten in einem großen Amphitheater im Flatiron District – dort findet unsere Graduiertenfeier statt. Wir hatten aber etliche schöne Locations und waren beispielsweise auch eine Weile in Harlem, wo viele Aufnahmen von Spider-Mans Herumschwingen gemacht wurden. Etwas außerhalb in Rochester fanden ebenfalls Dreharbeiten statt, dort hat die Second Unit viel gefilmt. Wir haben uns die Stadt also optimal zu Nutze gemacht.

 

Wie war es für Sie, in New York zu drehen?

EMMA STONE: Wild! Wenn die Leute Spider-Man sehen, drehen sie durch. Es gab somit viel Gekreische, viele Fotografen, viele Absperrungen; aber es war super. Ich meine, dies ist ein absoluter New-York-City-Film – New York ist in THE AMAZING SPIDER-MAN 2™: RISE OF ELECTRO im Prinzip eine eigenständige Figur. Und Spidey ist der ultimative New Yorker Superheld. Alles hat perfekt zusammengepasst.

 

Warum haben die Leute gekreischt?

EMMA STONE: Sie sind wegen Spider-Man einfach ausgerastet – die Leute haben ihn gesehen und gesagt „Spider-Man gibt es wirklich!“. Das war großartig.

 

Können Sie sich an irgendwelche lustigen New-York-Momente erinnern?

EMMA STONE: Es gab viele spaßige Momente: In Chinatown zu drehen oder am Union Square oder an all diesen Orten, wo wir unter den Brücken gedreht haben. Ich war eigentlich schon Millionen Mal am Union Square, hätte aber nie gedacht, dass ich dort einmal mit einer so wunderschönen Beleuchtung herumlaufen würde, wie es sie für den Film gab. In New York zu drehen, ist immer cool. Man fühlt sich wie in einem Woody-Allen-Film. New York auf Film gebannt! Die unglaublichste Stadt der Welt.