Ein kleiner Fehler auf der Arbeit: Azubi muss 25.000 Euro Schmerzensgeld zahlen!

Auch als Berufsanfänger kann man vom Arbeitsgericht eine Geldstrafe bekommen!
Auch als Berufsanfänger kann man vom Arbeitsgericht eine Geldstrafe bekommen!

Auch Berufsanfänger können zu Schmerzensgeld verurteilt werden! In einem aktuellen Gerichtsurteil wurde ein Azubi dazu verurteilt, 25.000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen!

 

Was war passiert?

Morgens gegen 8 Uhr schickte der Chef einer KFZ-Werkstatt aus Bad Homburg seine vier Azubis ins Lager. Sie sollten Reifen auswuchten. Dazu mussten die vier Reifen in eine Auswuchtmaschine eingespannt werden. Anschließend wurden Gewichte an der Felge befestigt, um die Unwucht auszugleichen. 

Dann passierte ein folgenschwerer Unfall: Ein Azubi (18) zog eines der Gewichte von der Felge und warf es über die Schulter nach hinten. Das zehn Gramm schwere Wuchtgewicht aus Aluminium flog quer durch den Raum und traf einen anderen Azubi (17) unglücklich am Kopf.

Der Unfall hatte schwere Folgen für den getroffenen Azubi-Kollegen: Dieser musste für zehn Tage ins Krankenhaus und wurde mehrmals operiert. Die Ärzte mussten ihm eine künstliche Augenlinse einsetzen und durch eine Narbe auf der Hornhaut hat der 17-Jährige sein räumliches Sehen verloren.

Ein Gericht verurteilte den Azubi zu Schmerzensgeld.
Ein Gericht verurteilte den Azubi zu Schmerzensgeld.

Das Gericht sprach dem verletzten KFZ-Mechatroniker-Azubi 25.000 Euro Schmerzensgeld zu. Außerdem erhält er eine monatliche Rente der Berufsgenossenschaft von 204,40 Euro. Die Richter sagten, dass es unverantwortlich ist, wenn man Wuchtgewichte umherwirft, wenn noch andere Menschen im Raum sind. Hier müssten auch Azubis mehr Umsicht und Sorgfalt walten lassen.

Der verurteilte Azubi ist heute arbeitslos und wird die geforderte Summe wahrscheinlich in Raten über viele Jahre abstottern müssen.