Dschungelcamp 2016: So sehr leidet Menderes Bagci unter seiner Kindheit!

DSDS Menderes
Das Einzige, was Menderes möchte, ist ein bisschen Aufmerksamkeit!

In den letzten 13 Jahren wurde Menderes Bagci immer wieder ausgelacht und verspottet. Bei "Deutschland sucht der Superstar" galt er für viele als der zu pummelige, talentfreie Loser, der es einfach nicht kapiert. 

Gerade ist Menderes bei "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" zu sehen und gilt als größter Favorit für die Dschungel-Krone! Was bei seinen kurzen Auftritten vor Dieter Bohlen niemand sah, ist, wie unglaublich höflich, zuvorkommend und mitfühlend der inzwischen 30-Jährige ist. Im Dschungel kann er sich nicht mehr verstecken.

Im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "brandeins" erzählt er zum ersten Mal offen, warum er sich trotz mäßigem Talent, immer wieder auf die Bühne traut und warum er vermutlich auch nächstes Jahr wieder bei "DSDS" dabei sein wird. 

 

Menderes dachte an Selbstmord

"Zu Hause hatte ich nie Aufmerksamkeit. Ich bin nie geliebt worden. Meine Mutter behauptete, ich hätte einen Wasserkopf und wollte mich loswerden. Eines Tages steckte mir mein Stiefvater 50 Mark in die Tasche und setzte mich ganz allein in ein Taxi, da war ich gerade mal neun. Das Taxi brachte mich nach Langenfeld zu meinem Vater. Mein Vater war sehr streng und hat mich nur nach meiner schulischen Leistung bewertet, aber nicht als Mensch. Zunächst hatte ich Sehnsucht nach meiner Mutter. Aber die Sehnsucht ist verflogen wie ein Parfüm."

 

Bei "DSDS" sucht er nach Anerkennung

Um die Anerkennung zu bekommen, die er von seiner Familie nie bekam, bewarb er sich für das "DSDS"-Casting, nachdem er während seiner Lehre in einer Esso Tankstelle den Bewerbungsbogen in einem Magazin gefunden hatte. "Dort habe ich die Aufmerksamkeit bekommen, nach der ich mich immer gesehnt habe, weil ich sie von meinen Eltern nie bekam. Zwar negativ, aber besser als gar keine Aufmerksamkeit", erklärt er gegenüber "brandeins". 

Außerdem hat er verraten, dass er inzwischen bis zu acht Mal im Monat in Kneipen und Discos auftritt. Für seine Performances bekommt er  bis heute nicht nur Applaus, sondern auch Buhrufe - manchmal wird er sogar mit Gegenständen beworfen. Doch Menderes möchte nicht aufgeben. 

 

"Ich muss mir alles hart erarbeiten"

Und obwohl er für seine Gigs 2000 Euro verdient, lebt Menderes noch immer in einer Einraumwohnung, hat kein eigenes Auto und möchte das Geld lieber für die Zukunft sparen. Wie es demnächst bei ihm weitergehen soll, hat er im Interview ebenfalls verraten. Gerade schreibt er zusammen mit einem Ghostwriter ein Buch über sein Leben als scheinbarer Loser und möchte danach mit Motivationsvorträgen durch Deutschland touren.

"Talent ist das Einfachste, was du haben kannst, es wird dir geschenkt. Ich habe keins. Ich muss mir alles hart erarbeiten. Mit Wille, Kampfgeist, Ausdauer, Zielstrebigkeit", erklärt er. Wow! Menderes, uns beeindruckst Du auf jeden Fall ziemlich krass und das gilt für viele andere Menschen sicher auch!

Wer hätte vor 13 Jahren gedacht, dass wir von ihm noch etwas lernen können!