Wirst du oft ausgenutzt?

Dr. Sommer-Spezial: Wirst du oft ausgenutzt? Was dagegen hilft...
Dr. Sommer-Spezial: Wirst du oft ausgenutzt? Was dagegen hilft...

Hilfsbereitschaft ist eine tolle Eigenschaft! Doch manch einer leidet auch darunter, für sein Engagement nicht genug Anerkennung und Dank zurückzubekommen.

Gehörst Du auch zu diesen Menschen, die sich hin und wieder ausgenutzt fühlen, weil ihre Hilfe zwar gern genommen wird, aber selten was dafür zurück kommt? Dann könnten unsere Tipps gerade richtig für Dich sein.

Dein Gewinn!

Wer hilfsbereit ist, freu sich über das Gefühl gebraucht zu werden und jemandem etwas Gutes tun zu können. Das gibt Bestätigung und das angenehme Gefühl, eine "gute Tat" vollbracht zu haben. Du hast also einen Nutzen für Dich darin zu helfen, auch wenn der andere sich vielleicht nicht bedankt oder dergleichen.

Die Kehrseite!

Wer zu viel gibt, fühlt sich irgendwann leer oder ausgenutzt und nicht selten allein. Denn Hilfsbereite treffen oft auf Menschen, die gut nehmen können. Diese grundverschiedenen Typen von Menschen ziehen sich manchmal an wie Magneten. Auch wenn sie es gar nicht wollen oder planen.

Blöd ist, dass die "Nehmer" oft selber wenig geben. Und eine Freundschaft zwischen "Gebern und Nehmern" wird somit schnell zur Einbahnstraße, weil das Engagement für die Freundschaft meist einseitig ist. So bleibt die hilfsbereite Person auf der Strecke mit der blöden Erfahrung, dass Hilfsbereitschaft einsam machen kann oder eh nichts zurückkommt.

Helfen ohne Dank zu erwarten!?

Einige Menschen ziehen sich so viel Gutes aus ihrem Einsatz für andere, dass das sozusagen ihr Lohn für ihre Hilfe ist. Doch manch einer vermisst immer wieder einen Dank und ausgesprochene Anerkennung. Doch das kannst Du vor allem dann nicht wirklich erwarten, wenn andere Dich nicht um Deine Hilfe gebeten haben. Um nicht zu oft ins Leere zu laufen kannst Du vorher fragen: "Soll ich dir helfen?". So erkennt der andere, dass Du Dich nicht aufdrängst und kann zustimmen oder ablehnen. Eine dankbarere Situation für beide.

Schau genau hin, was jemand will!

Du signalisierst Offenheit und die Bereitschaft, für andere da zu sein. Das merken andere schnell und hängen sich an Deine Fersen. Um nicht ausgenutzt zu werden, sei achtsam: Was will derjenige wirklich von Dir? Will er wirklich Dein Freund sein? Oder kommst Du ihm gerade irgendwie gelegen, um ihm das Leben etwas leichter zu machen? Bei Letzteren sei vorsichtig!

Es braucht manchmal etwas Zeit um herauszufinden, wie ernst es jemand mit Dir meint. Gib deshalb bei neuen Kontakten nicht gleich alles, was Du zu geben hast. Warte ab und achte darauf, dass es ein Geben und Nehmen wird zwischen Euch. Für Freunde da zu sein ist wichtig. Aber das sollte beidseitig sein. Ist es einseitig, ist Frust vorprogrammiert. Und das brauchst Du wirklich nicht. Oder!?

Sag auch, was Du willst!

Fleißige Helfer erkennen schnell, was andere brauchen. Aber was ist mit Dir? Du hast doch auch Bedürfnisse! Stell sie nicht immer zurück, um andere nicht zu irritieren oder gar zu verärgern. Okay: Es kann sein, dass jemand nicht gut findet, was Du willst. Aber deswegen ist bei Dir nichts falsch. Du hast einfach Deine individuellen Bedürfnisse. Und wenn Du das nicht laut sagst, weiß es vielleicht keiner. Also: Sag was Du willst und ernte dafür den Respekt der anderen. Außerdem zeigst Du damit, dass man mit Dir nicht alles machen kann! Das schreckt besagte "Nehmer" deutlich ab.

 

Fang gleich heute damit an!!