Frage des Tages - 11.09.: "Vater beim Sex reingeplatzt!"

Vater Sex reingeplatzt

Victor, 17: Meine Freundin (16 Jahre) und ich sind jetzt schon ein halbes Jahr zusammen. Bisher lief alles perfekt. Doch als wir vor kurzem unser erstes Mal zusammen hatten, haben wir aus Versehen vergessen die Tür abzuschließen und ihr Vater hat uns erwischt.

Die gesamte Situation ist jetzt sehr peinlich. Vor allem schämt sich meine Freundin. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll und traue mich kaum mehr zu ihr zu kommen. Auch wenn alles total schön war, bis wir von ihrem Vater unterbrochen wurden, will sie nun erstmal nicht mehr und ist abweisend.

Es geht mir nicht nur um den Sex, sondern auch darum, dass wir  diese gemeinsame Erfahrung nicht zu Ende gebracht haben und es schön war. Es muss sich etwas ändern, weil unsere Beziehung nun total verklemmt ist. Allerdings kann ich nicht mit ihr reden. Wie soll ich mich nun verhalten?

 

Dr.-Sommer-Team: Versuche, ihr Sicherheit zu geben!

Lieber Victor,

es ist wirklich schade, dass Euer schönes erstes Mal so blöd unterbrochen wurde. Leider lässt sich die Uhr nicht zurückdrehen. Jetzt müsst Ihr nach vorn schauen und überlegen, wie Ihr damit umgehen wollt.

Deine Freundin scheint das Ereignis mehr mitgenommen zu haben als Dich und sie verschließt sich. Konntest Du schon mit ihr darüber sprechen, was genau sie so peinlich oder schlimm fand, dass sie jetzt noch nicht wieder offen für Sex ist? Es ist wichtig, dass Du erfährst und sie formuliert, welche Befürchtungen sie jetzt hat. Durch so ein Gespräch könnt Ihr den Schreck langsam verdauen und wieder zusammen finden.

Lass sie zuerst wissen, wie es für Dich war und was Du Dir nach dem Schreck für Euch beide wünschst. Zum Beispiel so: „Ich finde es so schade, dass wir ausgerechnet unterbrochen wurden, als es gerade so schön war. Deshalb würde ich so gern wieder mit dir schlafen, wenn wir ganz sicher sein können, dass uns niemand stört. Wenn Du möchtest, rede ich mit Deinem Vater, dass er nicht mehr unangemeldet in dein Zimmer kommen soll. Oder wir treffen uns öfter bei mir. Wie denkst du darüber?“

Vielleicht braucht sie noch Zeit, um das Gefühl der Scham und Peinlichkeit dieses Momentes abzubauen. Versuche geduldig zu sein und ihr Sicherheit zu geben. So kann sie vielleicht bald wieder aus ihrem Schneckenhaus rauskommen, in das sie sich zurückgezogen hat. Wir wünschen es Euch beiden.

Dein Dr.-Sommer-Team


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