Tagebuch! Warum es so gut tut!

Tagebuch! Warum es so gut tut!
Tagebuch! Warum es so gut tut!

Ihm kannst du deine geheimsten Gedanken anvertrauen: Deinem Tagebuch! Warum so viele Jungen und Mädchen begeisterte Tagebuch-Schreiber sind, und wie du dich vor ungebetenen Lesern schützt, erfährst du hier!

Es gibt viele Arten ein Tagebuch zu benutzen. Einige notieren für jeden Tag nur ein paar Stichworte. Andere schreiben seitenweise über das Erlebte, malen hinein, bekleben es mit Bildern, Aufklebern, Fahrkarten und Kinotickets um alles genau festzuhalten, was der Tag mit sich gebracht hat. Jeder kann nach Lust und Laune entscheiden, wie viel Zeit und Kreativität er dem Tagebuch widmen möchte. Du kannst von allen Sehnsüchten, Träumen oder auch Ängsten und Sorgen schreiben. Und niemand wird es erfahren, wenn du es nicht willst. Denn dieses Buch gehört nur dir. Und wenn du regelmäßig hineinschreibst, hat es sogar heilsame Kräfte. Wir erklären dir, warum das so ist.

Es schafft einen klaren Kopf!

Wer sich regelmäßig Zeit nimmt, das Erlebte und die eigenen Gefühle dazu aufzuschreiben, der bekommt wieder einen klaren Kopf. Denn was erst Mal in Worte gefasst und aufgeschrieben wurde, wuselt hinterher nicht mehr so in deinem Kopf herum. Du hast es dem Buch anvertraut und damit auch ein bisschen losgelassen.

Und was dir vor dem Schreiben vielleicht noch gar nicht klar war, wird durch die Suche nach Worten dafür immer deutlicher. Worte für Gefühle zu finden ist zwar manchmal schwer. Aber wenn es dir gelingt, fühlt es sich gut an. Und du weißt plötzlich, wie du es vielleicht sogar anderen erklären kannst, was in dir vorgeht.

Es tröstet!

Das Tagebuch ist ein aufmerksamer Zuhörer, der sehr geduldig ist.

Wenn du Kummer hast, suche dir einen ruhigen Ort und halte alles fest: Jede Verletzung, jede Enttäuschung, jeden unerfüllten Wunsch. Und wenn du weinen musst, dann lass die Tränen rollen. Das ist wichtig für die Seele. Denn wenn die Tränen nicht raus kommen, gibt es schnell Kopf- oder Bauchschmerzen. Es gibt Menschen, die würden gern weinen, können aber gerade nicht. Über die Situation zu schreiben bringt dich näher an deine Gefühle heran. Sie helfen, deine Tränen ins Rollen zu bringen.

Du fühlst dich ungerecht behandelt? Dann notiere dir genau was passiert ist und was du dir jetzt wünschen würdest, um die Sache zu klären. Ein bisschen Wut und Ärger bist du dann schon los. Und du hast dir Zeit genommen über eine Lösung nachzudenken. Das ist die beste Voraussetzung, um die Situation zu klären.

Es lässt dich besser schlafen!

Bei dir ist gerade jede Menge los - mit Freunden, Familie und in der Schule? Da kann es schon Mal vorkommen, dass du Abends nicht gut einschlafen kannst. Deine Gedanken kreisen einfach noch um den Tag.

Dann hör auf dich im Bett hin und her zu wälzen. Schreibe auf, was dich bewegt. Mit jedem Satz den du schreibst, verarbeitest du deine Erlebnisse. Konzentriere dich vor allem auf den Gedanken, der dir immer wieder in den Kopf kommt und den Schlaf raubt. Du wirst sehen: So kommst du schneller zur Ruhe, als wenn du versuchst, mit dem Gedanken-Karussell einzuschlafen.

Es meckert nicht mit dir...

Eigentlich platz du fast, weil du so gern mal jemandem die Meinung sagen würdest? Dann lass mal ordentlich Dampf ab. Ins Tagebuch kannst du alles reinschreiben - auch Sätze, die du in Wirklichkeit niemandem an den Kopf werfen würdest. Aber es tut gut, sie einfach mal rauszulassen.

Es gibt hier nämlich kein "richtig" oder "falsch", "gut" oder "böse". Schreib, wonach dir ist. Vor deinem Tagebuch musst du dich nicht rechtfertigen, gut benehmen oder entschuldigen. Trau dich und gibt richtig Gas. . .

Schutz vor Mitlesern!

Es gibt leider immer wieder Menschen, die ihre Neugierde nicht zurück halten können. Sie schrecken auch nicht davor zurück, heimlich Tagebücher anderer zu lesen, wenn sie eines in die Finger kriegen! Schütze dich und dein Tagebuch vor solchen ungebetenen Mitlesern. Denn wer Angst hat, dass die intimen Dinge von jemand anderem gelesen werden, der kann nicht mehr ehrlich hineinschreiben. Und dann bringt es keinen Spaß mehr.

Suche dir für dein Tagebuch einen Platz der sicher ist. Eine Schublade oder ein Schrankfach, von dem für alle klar sein muss: Da gehst nur du ran! Dort ist es gut aufgehoben. Wenn du den Menschen in deiner Umgebung nicht traust, dann besorge dir ein Tagebuch mit Schloss. Gut sortierte Schreibwarenläden haben so etwas. Wenn nur du den Schlüssel hast, sind alle Worte gut aufgehoben.

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