Streng geheim? Dinge, die Du nicht für Dich behalten solltest!

Bleib mit großen Problemen nicht allein!
Bleib mit großen Problemen nicht allein!

Es gibt gute Geheimnisse und schlechte! Worin der Unterschied liegt und was Du auf keinen Fall für Dich behalten solltest erfährst Du hier.

Ein gutes Geheimnis ist spannend und belastet niemanden. Du freust Dich, dass es Dir anvertraut wurde und Du zum Kreise der Eingeweihten gehörst. Ein schlechtest Geheimnis erkennst Du daran, dass es Dir selber Sorgen und Probleme bereitet. Das Gefühl wird immer stärker, es doch jemandem erzählen zu wollen. Schon der Gedanke daran, sich bei jemandem auszusprechen, weckt schlechtes Gewissen in Dir. Hau ich ihn oder sie dann in die Pfanne? Was wird dann aus uns - der Freundschaft oder der Familie?

Es ist verständlich, wenn Du gern Dein Versprechen halten und für Dich behalten möchtest, was Dir jemand im Vertrauen erzählt hat. Aber es gibt Geheimnisse, die wiegen zu schwer. Wenn Du sie erfährst, musst Du auf Dich selber aufpassen, damit Du nicht weiter in das Problem hineingezogen wirst. Vertrau Dich mit diesen Dingen jemandem an anstatt sie für Dich zu behalten.

Woran Du erkennst Du so ein ungutes Geheimnis? Das sagt Dir meist Dein Körper. Bekommst Du beim Gedanken an das Thema Bauchschmerzen? Hast Du Probleme Dich zu konzentrieren oder einzuschlafen? Bemerkst Du ständig das Gefühl, dass Du doch jemand anderen um Rat fragen willst? Das sind recht eindeutige Zeichen dafür, dass Du mit Deinem Wissen überfordert bist.

Wir erklären sechs Geheimnisse, mit denen sich User immer wieder an das Dr.-Sommer-Team wenden, weil sie Hilfe brauchen. Hier erfährst Du auch, wie Du mit diesen Situationen umgehen kannst. Los geht's:

Du erfährst, dass die Freundin sich ritzt!

Ihr seit richtig gute Freundinnen! Jetzt siehst Du die Verletzungen an ihren Armen? Oder sie erzählt Dir, dass sie vor lauter Problemen angefangen hat, sich zu ritzen? Das belastet Dich natürlich. Schließlich machst Du Dir Sorgen, dass sie mit dem Ritzen nicht mehr allein aufhören oder sich etwas antun könnte. Und das zu Recht. Wenn Sie nämlich mit ihren Sorgen allein bleibt, werden sie nicht besser. Und Du kannst ihr zwar eine gute Freundin sein. Aber ihre Probleme muss sie selber in den Griff bekommen.

Was Du jetzt tun kannst: Mach nicht den Fehler Dich zum Schweigen zu verpflichten. Auch wenn sie Dich bittet, sie nicht darauf anzusprechen. Sag ihr klar und deutlich: "Was Du da tust, macht alles nur schlimmer. Es ist keine Lösung. Hole Dir bitte Hilfe, weil ich mir Sorgen um Dich mache." Wem sich Deine Freundin anvertraut und wann sie es tut, ist ihre Entscheidung. Dazu kannst Du sie nicht zwingen. Aber wichtig ist, dass Du Dir nichts vormachen lässt und nicht einfach darüber schweigst. Ändert sie nichts, erinnere sie daran: "Ich mache mir Sorgen um Dich. Soll ich mit Dir zusammen zu einer Beratungsstelle gehen?"

Wenn Du merkst, dass Deine Sorgen um Deine Freundin Dich zu sehr bedrücken, vertraue Dich jemandem an. Hast Du einen Erwachsenen in Deinem Umfeld, der für diese Dinge Verständnis hat? Sich die Last von der Seele zu reden, hilft zwar Deiner Freundin noch nicht direkt. Aber Du hast für Dich gut gesorgt. Nämlich dafür, dass das Problem für Dich nicht zu groß wird. Und das ist wenigstens genau so wichtig, wie für die Freundin da zu sein.

Noch mehr Infos gibt es hier:

» Wenn die Freundin sich ritzt!

» Wie komm ich vom Ritzen los?

» Beratungsangebote in Deiner Nähe findest Du hier!

Dir oder anderen widerfährt Gewalt oder Missbrauch!

Gewalt, sexuelle Übergriffe oder Missbrauch gehören 100prozentig zu den Dingen, die niemand für sich behalten sollte. Aber sie gehören auch zu den schlimmen Erlebnissen, bei denen es besonders schwer fällt, sich anderen anzuvertrauen. Doch wenn Du das Erlebte für Dich behältst, wird es Deine Seele noch lange belasten. Denn Du kannst versuchen es zu verdrängen, aber es kommt immer wieder hoch. Deshalb gibt es Fachleute, die Opfern von Gewalt und Missbrauch helfen, mit dem erlebten leben zu lernen. Und auch Täter, die nicht mehr Täter sein wollen, können diese Hilfe in Anspruch nehmen.

Wenn es Dir selber passiert ist: Warte nicht lange und hole Dir psychologische Beratung von einem Fachmann oder einer Fachfrau. Suche Dir eine Beratungsstelle. Dort kann gemeinsam mit Dir überlegt werden, welche Schritte jetzt wichtig sind um Dich vor weiteren Übergriffen zu schützen. Oft ist auch die Polizei der richtige erste Ansprechpartner, wenn es darum geht, die Tat zu melden und später eine Anzeige zu erstatten.

Wenn Du von einem betroffenen Freund oder einer Freundin hörst, bleib nicht allein damit. Sprich mit Deinen Eltern darüber, was Du mitbekommen hast. Sprich es Dir von Deiner Seele, auch wenn Du um Verschwiegenheit gebeten wurdest. Aber das ist zu viel verlangt. Gemeinsam mit Deinen Eltern oder anderen Erwachsenen könnt Ihr überlegen, wie Ihr helfen könnt. Denn wenn Leben und Gesundheit Deiner Freunde in Gefahr sind, dürft Ihr nicht tun, als wüsstet Ihr von nichts.

Noch mehr Infos gibt es hier:

» Missbrauch! Was jetzt wichtig ist!

» Vergewaltigt? Was Du jetzt tun kannst!

» Beratungsangebote in Deiner Nähe findest Du hier!

Du erlebst Sucht oder psychische Krankheit in der Familie!

Wenn die Familie von Freunden oder die eigene Familie ernsthafte Probleme hat, kann das sehr belasten. Zu den größten Belastungen gehören Trennungen, psychische Krankheiten und Sucht von Familienangehörigen. Nicht selten rutschen Kinder in der schulischen Leistung ab, werden selber krank oder bleiben der Schule fern, wenn solche Probleme in der Familie zur Belastung werden.

Einer Deiner Freunde ist betroffen? Dann mach ihn oder sie auf Beratungsangebote aufmerksam. In vielen Beratungsstellen gibt es kostenlose und anonyme Beratung für Jugendliche. Es ist gut, wenn man mit Außenstehenden über solche Dinge sprechen kann, weil die Familienmitglieder selber gerade nicht helfen können. Sie stecken ja alle mit in dem Problem. Vielen Jungen und Mädchen konnte durch die Hilfe von Fachleuten schon geholfen werden, trotz Familienproblemen wieder Spaß am Leben zu bekommen.

Wenn Du selber in Deiner Familie betroffen bist, nutze auch die Beratungsangebote in Deiner Nähe. Du "verrätst" Deine Familie nicht, wenn Du Dich einem Berater anvertraust. Du holst Dir nur Hilfe, weil Deine Familie Dir gerade nicht genügend helfen kann.

Noch mehr Infos gibt es hier:

» Wenn die Eltern sich trennen!

» Mein Vater ist Alkoholiker!

» Magersucht! Eine schwere Krankheit!

» Beratungsangebote in Deiner Nähe findest Du hier!

Du hörst von Drogenkonsum oder anderen kriminellen Handlungen!

Du kannst andere nur schwer davon abhalten, etwas zu tun, wenn sie es unbedingt tun wollen. Im Fall von Umgang mit Drogen oder anderen kriminellen Handlungen, die Du bei Freunden beobachtest ist deshalb wichtig: Sag klar, was Du davon hältst und lass Dich in nichts mit hineinziehen. Das heißt, dass Du Situationen vermeiden solltest, in denen Du zum Mitwisser oder gar Täter wirst. Steh klar zu Deiner Haltung: "Ich bin gegen Drogen und will keinen Ärger. Wenn Ihr solche Dinge macht, bin ich nicht dabei."

Wenn Du Dir Sorgen um einen Freund oder eine Freundin machst, sag das ruhig deutlich. Auch wenn sie möglicherweise versuchen werden, das Ganze runter zu spielen - sie können Deine Haltung gern erfahren. Rede auch mit Deinen Eltern darüber, wenn es Dich zu sehr bedrückt. Du verrätst Deine Freunde nicht, wenn Du Dir Deine Sorgen von der Seele spricht.

Wann und ob Deine Freunde ihr Verhalten ändern, kannst Du wenig beeinflussen. Aber Du kannst für Dich selber Sorgen, damit Du nicht in Schwierigkeiten kommst. Wenn es nicht anders geht, nimm eine Zeit lang Abstand von diesen Freunden.

Noch mehr Infos gibt es hier:

» Alkohol! Worauf Du achten musst!

» Was passiert, wenn Du mit Drogen erwischt wirst!

» Drogen bei Freunden-so hilfst Du!

» Beratungsangebote in Deiner Nähe findest Du hier!

Du erlebst Bedrohung oder Erpressung!

Das ist keine Bagatelle. Jetzt ich wichtig, dass Du das Ganze nicht länger mitträgst. Hole Dir Hilfe, zeige den Tätern, dass Du kein Opfer bist. Oder hilf Freunden, sich gegen diese Art der Bedrohung zu wehren. Aber bitte nicht allein. Denn leider ist es so, dass selbst einige Jugendliche gewaltbereit sind und Du Dich nicht allein mit ihnen anlegen solltest. Und auch wenn DU Dich schämst: Erzähle Deinen Eltern davon. Du wirst ihre Unterstützung jetzt brauchen. Damit Du oder andere nicht hilflos ausgeliefert sind, haben wir hier die wichtigsten Tipps für Dich:

» Bedrohung! Erpressung! Hier gibt es Hilfe!

» Mobbing! Gewalt gegen Körper und Seele!

» Beratungsangebote in Deiner Nähe findest Du hier!

Du oder andere werden gemobbt!

Niemand hat das Recht Dich oder andere fertig zu machen. Das darf so nicht weiter gehen. Von selber lösen sich solche Probleme aber selten. Deswegen hole Dir Hilfe. Hier gibt es ausführliche Infos, was Dir und anderen jetzt helfen kann:

» Mobbing! Gewalt gegen Körper und Seele!

» Beratungsangebote in Deiner Nähe findest Du hier!