Sexueller Missbrauch: Opfer, Täter und die Folgen!

Wer sind die Täter?

Der überwiegende Teil der Täter sind Männer, manchmal auch Frauen.

Sexueller Missbrauch durch Fremde ist eher selten. Der "fremde" Mann, der "typische Kinderschänder", dem man das sofort ansieht und der Mädchen nachts im Park überfällt und sie ins Gebüsch zerrt, sind die Ausnahme.

Missbraucher kommen hauptsächlich aus dem engsten Umfeld des Opfers: Aus dem Familien-, Verwandten- und Bekanntenkreis.

Täter sind vor allem Väter, Stiefväter, Großväter, ältere Brüder, Onkel, der Freund der Mutter, nahe Bekannte oder Nachbarn. Auch Pfarrer, Lehrer und Therapeuten, Gruppenleiter oder Sporttrainer können Täter sein. Seltener sind es Frauen, die Kinder sexuell missbrauchen. Aber auch das kommt vor.

In den meisten Fällen handelt es sich also um Personen, die das Kind kennt und dem es normalerweise vertraut. Die Täter führen meist ein "ganz normales Leben". Sie haben Familie, sind in allen gesellschaftlichen Schichten zu finden, haben einen guten Ruf, sind beruflich erfolgreich oder engagieren sich sogar für Kinder.

Wichtig für die Opfer: Jeder Täter trägt allein die Verantwortung für einen sexuellen Übergriff. Das gilt auch für die Konsequenzen seiner Tat. Zum Beispiel, wenn sein Verhalten öffentlich wird, er verurteilt wird, seine Familie verlassen muss, ins Gefängnis kommt . . . Dafür ist immer der Täter ganz allein verantwortlich, niemals das Opfer!

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