Scheidenkrampf! Wie Vaginismus vielen Mädchen zu schaffen macht!

Scheidenkrampf!
Scheidenkrampf!

Schmerzen beim Sex erleben viel mehr Mädchen als Jungs. Denn einige von ihnen leiden unter Vaginismus. So wird es in der Medizin bezeichnet, wenn ein Mädchen unbeabsichtigt seine Scheidenmuskulatur so sehr verkrampft, dass Sex nicht mehr möglich ist. Das kann richtig wehtun. Wenn Paare in so einem Moment versuchen, den Penis trotzdem in die Scheide einzuführen, wird das in jedem Fall schmerzhaft und erfolglos enden.

Mythen über Scheidenkrämpfe:
Vielleicht hast Du schon mal die Geschichte gehört, in der ein Paar zusammen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, weil das Mädchen beim Sex einen Scheidenkrampf bekommen hat und der Junge dann mit dem Penis in ihr festgeklemmt war. Das ist totaler Unsinn. Denn die Scheide verkrampft sich beim Vaginismus fast immer schon, bevor der Penis überhaupt eindringen konnte.

Was tun bei Vaginismus?
Hat ein Mädchen häufiger mit Scheidenkrämpfen zu tun, sollte es sich zunächst an einen Frauenarzt wenden. Er wird unterschiedliche Fragen stellen, um den Ursachen für die unwillkürliche Anspannung der Scheidenmuskulatur auf die Schliche zu kommen. Falls nötig, wird er das Mädchen auch untersuchen.

Symptome gut beschreiben: Betroffene sollten vor dem Arztbesuch einmal genau darauf achten, in welchen Situationen sie verkrampfen und in welchen nicht. Was genau war der Unterschied? Die Antwort auf diese Frage kann sehr hilfreich sein. Auch seit wann die Scheidenkrämpfe auftreten und ob es schlechte sexuelle Erfahrungen in der Vergangenheit gab, wird der Arzt erfragen. Für eine Veränderung ist Ehrlichkeit wichtig, auch wenn es peinlich ist.

Ursachen für Scheidenkrämpfe:
Oft verkrampfen sich Mädchen vor dem Geschlechtsverkehr, wenn sie im Kopf Sex mit Schmerzen in Verbindung bringen. Das können Erinnerungen an Sexerfahrungen mit einem ruppigen Jungen gewesen sein oder schlimmstenfalls sexueller Missbrauch. Nach so einem Erlebnis verschließt sich dann im wahrsten Sinne des Wortes der Körper, um neue Verletzungen zu vermeiden.

Es kann aber auch sein, dass trotz dauerhaft unangenehmer Erfahrungen beim Sex immer weiter gemacht wurde. Zum Beispiel wenn ein Mädchen nicht sagen mochte, dass es weh tut. Auch dann reagiert der Körper manchmal zum eigenen Schutz mit einer Verkrampfung der Scheidenmuskulatur.

Mädchen, die Schmerzen beim Sex haben, sollten immer beim Arzt abklären lassen, ob es körperliche Ursachen für die Probleme gibt. In vielen Fällen kann der Arzt helfen.

Bei seelischen Ursachen zum Psychologen!
Sind die Ursachen für die Scheidenkämpfe auf negative Erfahrungen zurückzuführen, ist es in jedem Fall wichtig, sich psychologische Hilfe zu holen. Denn solche Erlebnisse können allein kaum verarbeitet werden und stehen ohne Behandlung schönen sexuellen Erfahrungen in der Zukunft im Weg.