Plötzlich anders drauf?

Plötzlich traurig? Auch daran können Hormone Schuld sein!

Das Dr.-Sommer-Team erklärt, warum die Gefühle in der Pubertät manchmal verrückt spielen.

Der Einfluss der Hormone in der Pubertät verändert nicht nur Deinen Körper. Sie sind auch dafür verantwortlich, wenn Du plötzlich ohne erkennbaren gut anders drauf bist – also unerwartet deprimiert oder aufgedreht. Viele nennen das Stimmungsschwankungen. Wir erklären, welche Veränderungen normal sind:

 

Mal so, mal so: Gefühlsschwankungen!

Deine Emotionen kommen Dir plötzlich stärker vor und verändern sich manchmal sehr schnell. Vor der Schule hast Du noch gestrahlt und verträumt vor Dich hingepfiffen, auf dem Heimweg fühlst Du Dich plötzlich einsam und traurig. In einem Moment spielst Du glücklich mit Deiner kleinen Schwester, im nächsten Moment schreist Du sie plötzlich unkontrolliert an.

 

Intensive Gefühle!

Zwar hast Du vor Deiner Pubertät bereits viele Gefühle erlebt, jetzt erscheinen sie Dir aber viel stärker und überwältigend. Zuvor hast du Vanille Eis gern gegessen, jetzt liebst Du es über alles. Früher warst Du manchmal etwas eifersüchtig, jetzt bist Du plötzlich super eifersüchtig. Einfacher ausgedrückt: Deine Emotionen sind jetzt stärker. Das ist in der Pubertät normal.

 

Unbekannte Emotionen!

Du erlebst plötzlich Emotionen, die Du vorher noch nie erlebt hast. Beispielsweise verlieben sich die meisten Mädchen und Jungs zum ersten Mal in der Pubertät. Das kann manchmal zu heftigen Gefühlen führen, mit denen Du mit der Zeit umzugehen lernst. Gespräche mit Freunden oder einem Erwachsenen, dem Du vertraust, können Dir helfen, wenn Du mit dieser neuen Erfahrung noch nicht gut zu Recht kommst.

 

Konflikte!

In der Pubertät verspüren die meisten jungen Menschen den Wunsch, unabhängiger zu werden von der Familie und eigene Entscheidungen zu treffen. Dazu gehört, dass Du vieles hinterfragst, was bisher für Dich in Deiner Familie ganz normal war. Einige Abmachungen, Regeln und Verhaltensweisen findest Du vielleicht nicht mehr passend für Dich. Das muss neu besprochen und ausgehandelt werden.

Außerdem entwickelst Du jetzt auch eine neue, reifere Meinung zu vielen Themen. Und die ist vielleicht plötzlich auch mal ganz anders, als die Meinung Deiner Mitmenschen. Das kann zu Konflikten mit Deinen Eltern, Eltern oder auch Freunden und Bekannten führen. Doch das ist okay: Schließlich und endlich wirst Du so zu einer einzigartigen erwachsenen Persönlichkeit! Und Reibung bei hitzigen oder anstrengenden Diskussionen gehört zu dieser Entwicklung dazu. Versuche fair und sachlich, aber auch beharrlich zu bleiben. So erreichst Du Dein Ziel am besten!

Kommende Woche geht es weiter mit Teil 2: Was bei Stimmungsschwankungen hilft!

Mehr Infos zum Thema Stimmungsschwankungen findest Du hier!