Mobbing: Was tun?

Wer gemobbt wird, leidet und schämt sich oft!

Mobbing: Was Du tun kannst, wenn Du oder jemand anderes in Deinem Umfeld gemobbt wird.

Streit kann es überall geben, wo Menschen aufeinander treffen. Doch nicht immer ist es gleich Mobbing, wenn jemand aus seinem Ärger oder seiner Abneigung einem anderen gegenüber kein Geheimnis macht. Ein Problem werden solche Situationen jedoch, wenn sie sich hochschaukeln. Das heißt: Wenn jemand mehrfach beleidigt, schikaniert, bloßgestellt, bedroht oder anderweitig Opfer von Gewalt wird. Dann spricht man von Mobbing oder auch von "bullying", wie es in englischsprachigen Ländern heißt.

Die Opfer leiden meist extrem darunter. Sie fühlen sich allein, unbeliebt, schämen sich zutiefst und finden oft allein keinen Ausweg aus ihrer Situation. Aus Angst vor noch mehr Gewalt oder Rache der Täter, trauen sie sich teilweise nicht, bei Erwachsenen oder auch Freunden Hilfe zu suchen. Dabei kann niemand etwas dafür, wenn er plötzlich zum Mobbing-Opfer auserkoren wird. Denn selbst, wenn man etwas gemacht hat, was andere nicht gut finden, ist das keine Rechtfertigung für Mobbing.

Wichtig ist, wenn es um Mobbing geht: Wer für sich oder andere Hilfe holt, ist keine Petze. Sondern es ist aufrichtig und menschlich, jemanden vor Schaden zu bewahren und sich selber zu schützen, wenn man es allein nicht schafft.

 

Was gegen Mobbing hilft:

Wichtig ist vor allem, dass Mobbing-Opfer nicht allein gelassen werden oder allein bleiben mit dem Erlebten. Sie sollten sich jemandem anvertrauen, der mit den Tätern spricht und dabei hilft, den Konflikt zu beenden.

 

In der Schule:

Wer in der Klasse oder auf dem Schulhof Gewalt ausgesetzt wird, sollte sich an einen Lehrer, Beratungslehrer oder die Schulleitung wenden. Denn es ist ihre Aufgabe, dafür zu Sorgen, dass das an der Schule nicht passiert. Mobbing als Schüler allein zu beenden ist schwer, wenn die Täter hartnäckig weitermachen. Deshalb muss ihnen deutlich klar gemacht werden, dass ihr fieses Verhalten nicht ohne Folgen bleibt. Und das können nun mal Lehrkräfte oder Erwachsene besser vermitteln.

 

Im Freundeskreis:

Es passiert immer wieder, dass jemand in einer Gruppe gemobbt wird, in der auch die eigenen Freund dabei sind. Auch wenn man es von Freunden eigentlich anders erwartet, helfen diese oft nicht. Denn sie haben selber Angst zum Opfer zu werden. Dabei können sie oftmals dem Mobbing ein Ende setzten, wenn sie als Freunde zusammenhalten und den Tätern klar machen, dass ihr Verhalten falsch ist. Nach dem Motto: Zusammen sind wir stark!

Das hilft: Sprich diejenigen an, die Du eigentlich zu Deinen Freunden zählst, und bitte sie um Hilfe. Oft genügt es schon, wenn einer oder zwei aus der Gruppe sagen: "Lass ihn/sie in Ruhe!" Oder wenn einer sich neben den anderen stellt, damit er nicht allein dasteht.

 

Beim Sport:

Obwohl vor allem beim Sport Teamgeist und Fairness zählen, halten sich doch nicht immer alle daran. Und leider passiert es gerade hier besonders oft, dass jemand so gemobbt wird, dass es keiner mitbekommt. Der Trainer ist dann der erste Ansprechpartner, wenn Du oder jemand anderes von einem der Sportler fertig gemacht wird. Bekommt er die Lage nicht in den Griff, sollten die Eltern des Betroffenen sich an den Verein oder die Leitung der Sportstätte wenden. Denn auch beim Sport soll sich jeder sicher fühlen.

 

Hilfe für Täter:

Hast Du schon mal jemanden gemobbt oder es gerade auf jemanden abgesehen? Dann kannst Du jetzt damit aufhören. Vielleicht hast Du Sorge, wie es danach sein wird - wie Du Konflikte mit anderen richtig lösen oder ihnen aus dem Weg gehen kannst. Aber das kannst jeder lernen und dafür Hilfe in Anspruch nehmen. Beratungsstellen oder der Vertrauenslehrer sind nämlich auch für diejenigen da, die bisher ausgeteilt haben und das jetzt ändern wollen. Probier es aus.