Meine beste Freundin kifft!

Meine beste Freundin kifft!

Nora, 15: Meine beste Freundin kifft und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich hab sie nämlich am liebsten, wenn sie ganz normal ist. Ich hab schon mit ihr darüber gesprochen, aber sie möchte nicht weniger kiffen. Jetzt versuchen wir, eine Lösung zu finden. Ich will sie nicht verlieren, weil ich sie einfach brauche. Könnt Ihr uns helfen?

Dr.-Sommer-Team: Bleibe bei Deiner Haltung gegen Drogen!

Liebe Nora,

gut, dass Du Deiner Freundin schon offen gesagt hast, dass Du sie ohne den Einfluss von Joints lieber um Dich hast, als wenn sie bekifft ist. Schade, dass sie das nicht davon abhält, weiter Haschisch oder Marihuana zu rauchen.

Das Problem ist: In dieser Sache werdet Ihr keine Lösung im Sinne eines Kompromisses finden. Bekifft ist bekifft und weniger kiffen ändert daran auch nichts. Als gute Freundin wirst Du ihr nämlich auch einen leichten Rausch anmerken und Dich daran stören.

Mehr zum Thema Kiffen findest du hier.

Das heißt: Wenn Du sie verständlicherweise nur ohne Drogeneinfluss um Dich haben willst, mach es zur Voraussetzung für Eure Treffen. "Ich will mich nur mit dir verabreden, wenn du nicht gekifft hast!" sollte also Deine klare Ansage heißen. Und natürlich kannst Du ihr auch sagen, dass es Dich traurig macht, wenn sie den Joint Eurer Freundschaft vorzieht und wie sehr sie Dir fehlt.

Doch das ist genau das Problem, wenn Menschen Drogen nehmen: Um in den Rausch zu kommen, lassen sie oft sogar gute Freunde links liegen. Sie hören nicht auf ihre Warnungen und schwächen Argumente gegen Drogen als Unsinn ab. Doch Du kannst leider wenig dagegen tun, außer sie zu warnen, offen mit ihr zu sprechen und zu Deinen eigenen Prinzipien zu stehen. Sie muss es selber ändern wollen.

Der Umgang mit Drogen – auch mit sogenannten leichten Drogen - verändert Menschen leider oft auf eine Weise, die auch Freundschaften belasten kann. Einige Freundschaften gehen deswegen sogar in die Brüche. Deshalb achte gut auf Dich und lass Dich auch weiterhin nicht auf Drogen ein. Suche Dir Freunde, denen das ebenfalls wichtig ist. So kannst Du besser auf ihre Freundschaft bauen.

Dein Dr.-Sommer-Team

Mehr Infos:

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Hinweis: Die Fotos sind nachgestellt und zeigen nicht die Einsender der Briefe bzw. Mails.

 

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Inhalt: In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 20.000 Kinder und Jugendliche wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Alkohol und andere Drogen sind für Jugendliche leicht verfügbar und Erwachsene sind oft kein Vorbild, wenn es um das Thema Sucht geht. Unter dem Motto "Aufklärung statt Abschreckung" bietet dieses Buch knapp und fundiert Orientierung zu den Themen Sucht, Drogen, ihren Wirkungsweisen, dem weltweiten Drogenhandel sowie Hilfsangeboten. Ein leicht verständlicher Überblick für Jugendliche, die sich besser informieren wollen. Denn: Nur, wer sich auskennt, kann sich schützen.

Mit Adressteil zu Hilfen und Infos im Netz und per Telefon.

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Arena Bibliothek des Wissens. Aktuell

Autorinnen: Monika Azakli, Ruth Omphalius

ISBN 978-3-401-06490-1

Preis: 8,99 €

Seitenzahl: 128