Lernstress! So bleibst du entspannt!

Lernstress! So bleibst du entspannt!
Was du tun kannst, damit Dir das Lernen nicht den letzten Nerv raubt.

Nicht jedem fliegt der Unterrichtsstoff im Schlaf zu! Die meisten müssen sich leider hinsetzen und fleißig büffeln, damit die Zensuren am Ende stimmen. Das kann ganz schön frustig sein, wenn gerade null Motivation da ist und tausend Dinge locken, die mehr Spaß als Lernen machen.

Trotzdem: Jammern hilft nicht. Du kannst allerdings versuchen, Dir das Lernen so locker wie möglich zu machen und den Stoff schnell zu behalten. Wir erklären, wie es geht.

 

1. Übe mit Mitschülern!

Allein lernen ist langweilig und Du kannst nicht in jedem Fach gut selber überprüfen, ob Du alle wichtigen Sachen erfasst hast. Zusammen mit Mitschülern geht Lernen leichter und schneller. Denn Ihr könnt Euch gegenseitig abfragen und merkt im Gespräch schnell, wo noch Lücken sind.

Besonders profitierst Du natürlich vom Lernen mit einem besseren Mitschüler. Aber das muss nicht sein. Es übt auch, wenn Du jemandem den Stoff erklärst, der es noch nicht so gut kann wie Du.

 

2. Wechsle den Lern-Ort!

Es gibt Menschen, die am Schreibtisch wunderbar strukturiert lernen können. Vielen geht es aber so, dass sie an diesem Platz schnell müde und unmotiviert werden.

Deshalb suche Dir einen Ort, an dem Du Dich gut konzentrieren kannst und nicht so leicht abgelenkt wirst: Sofa, Küche, der Fußboden in Deinem Zimmer, Bett, Wintergarten oder auch draußen, wenn es wärmer wird. Aber auch ein Café, Omas Küchentisch oder ein Platz in der Schul-Mensa sind für manche Menschen ein guter Ort, an den sie sich Inhalte gut einprägen können. Probier es aus.

 

3. Mach Genuss-Pausen!

Während des Lernens zu naschen, halten viele für gutes Nervenfutter. Es kann aber auch ablenken, überdreht oder müde machen, wenn Du vor den Schulheften dauerhaft futterst. Mach deshalb lieber keine Genuss-Pausen. Setze Dir ein Lernziel, nach dem Du Dir was Leckeres gönnst und nicht lernst. Denn Pausen sind wichtig, um dem Gehirn eine Erholungsphase zu gönnen, frische Luft ins Zimmer zu lassen und durchzuatmen. Und sich selber mit etwas Schönem zu belohnen, wenn Du richtig was geschafft hast, macht Dein Lernen effektiver.

 

4. Bleib in Bewegung!

Wenn nur der Geist angestrengt wird und er Körper steif dasitzt, kann das Gehirn neue Informationen schlecht abspeichern. In Bewegung geht das leichter. Beim Vokabeln-Lernen oder für Geschichtsdaten kannst Du Dir Karten mit den wichtigen Fakten beschriften und in der ganzen Wohnung oder in Deinem Zimmer verteilen. Dann gehst Du nach und nach die Plätze ab. Mach zu jeder wichtigen Info eine bestimmte Bewegung. Geh in die Hocke, spring einmal hoch, geh auf und ab. Schüttle Dich oder was immer Dir zu einem Begriff einfällt kannst Du mit Bewegungen verknüpfen. So speicherst Du es besser ab. Bei einem Spaziergang kannst Du dann nochmal alles in Ruhe durchgehen.

 

5. Rechtzeitig starten!

Unbeliebt aber wahr ist der Spruch, den Du vermutlich schon von Deinen Eltern kennst: Fang rechtzeitig an! Nur so merkst Du, wo Du noch Lücken hast und noch mal ran musst, damit es in der Schule klappt. Am Vorabend üben klappt nur bei wenigen, die ein gutes Kurzzeitgedächtnis haben. Und auch bei denen geht es nur, wenn sie das Grundprinzip gerafft oder das Thema verstanden haben. Wer aber noch nicht so viel drauf hat, der sollte drei Tage eher anfangen. Sonst gibt’s Panik. Und die behindert das Denkvermögen.

 

6. Setze Prioritäten!

Du denkst, Du kannst nicht alles schaffen in der verbleibenden Zeit? Dann überlege: Was wird auf jeden Fall abgefragt? Was bringt die meisten Punkte? Und: Was fällt mir am Leichtesten? Nach diesen Kriterien lernst Du so viel, wie Du schaffst. Dann kannst Du vielleicht nicht alles, aber immerhin einen wichtigen Teil und nicht bloß von allem nur ein bisschen.

Damit kannst Du normalerweise wenigstens eine Sechs oder Fünf verhindern. Und vielleicht merkst Du auch, dass doch mehr geht, als anfangs befürchtet.

 

7. Hör auf, wenn Du nicht mehr kannst!

Mehr als Lernen kannst Du nicht! Und irgendwann ist die Grenze erreicht und Du kannst nichts mehr aufnehmen. Wenn dieser Punkt erreicht ist, dann pack die Bücher weg. Dann bringt es nichts mehr. Lieber früh zu Bett gehen, damit Du Dich am nächsten Tag konzentrieren kannst und das Gelernte gut formuliert oder umgesetzt bekommst.

Übrigens: Finger weg vom Alkohol! Wer beim Lernen oder danach Alkohol trinkt, vergisst über Nacht einen Großteil des Gelernten. Ein klarer Kopf ist weit im Vorteil!

 

8. Erwarte nicht zu viel von Dir!

Hast Du das Gefühl, dass Du trotz Lernens in der Schule nicht zu Recht kommst, sprich Deinen Klassenlehrer drauf an. Vielleicht ist es an der Zeit zu überlegen, ob Du auf der richtigen Schule bist oder ob eine andere Schulform besser zu Dir passt. Vielleicht hilft auch Nachhilfe oder ein Lernkreis.

Denn wenn Lernen dauerhaft erfolglos bleibt, macht Schule keinen Spaß. Und das muss nicht sein. Eine Schule, an der Du gut sein kannst, wirst Du sicher lieber besuchen wollen, oder? Dann denk ruhig mal drüber nach. Das ist kein Scheitern, sondern wichtig, damit Du wieder gern morgens zu Schule gehst.