HPV-Impfung: positive Entwicklung!

HPV-Impfung für Mädchen!

Mädchen können sich vom Frauenarzt die HPV-Impfung geben lassen, um sich gegen bestimmte Erreger zu schützen, die Auslöser für die Entstehung von Gebärmutterhals-Krebs sein können. Da die Impfung vergleichsweise neu ist, gab es bisher noch wenig wissenschaftliche Studien über ihre Effektivität oder die Häufigkeit möglicher Nebenwirkungen. Das ist jetzt anders. Die neuesten Ergebnisse geben Aufschluss und belegen den positiven Effekt der Impfung.

 

Gute Verträglichkeit der Impfung in Skandinavien nachgewiesen

"Wir sehen keinerlei Anzeichen dafür, dass mit der HPV-Impfung irgendwelche Risiken für schwere Nebenwirkungen einhergehen." Mit diesem Statement fast Prof. Lisen Arnheim-Dahlström vom Karolinska Institut Stockholm, Schweden, die Ergebnisse einer großen Analyse zusammen, bei der die Daten von 1.000.000 Mädchen und jungen Frauen zwischen 10 und 18 Jahren aus den Bevölkerungs- und Krankenhausstatistiken von Dänemark und Schweden ausgewertet worden waren. 300.000 der Mädchen waren geimpft worden, 700.000 nicht. Bei der Untersuchung wurden alle Krankenhausaufenthalte bis 180 Tage nach der Impfung erfasst. Dabei gab es keinerlei Unterschiede zwischen den beiden Gruppen.

 

Rückgang der Erkrankungen in Australien

Auch für Mädchen und junge Frauen in Deutschland ist das eine gute Nachricht: "Viele Mädchen haben gefürchtet, dass die Impfung ihnen mehr schaden könnte als nutzen", so Dr. Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. „Und auch manche Ärzte waren der Impfung gegenüber bisher skeptisch. Deshalb sind bis heute in Deutschland nur knapp 30% der jungen Mädchen geimpft. Aber diese neuen Daten sind uns eine große Hilfe.“ Die HPV-Impfung schützt vor einer Infektion mit HP-Viren, die die wesentliche Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhals-Krebs sind. Dass die Impfung einen wirkungsvollen Schutz darstellt, das ist aus Australien bekannt: Dort konnte nachgewiesen werden, dass krebstypische Veränderungen am Gebärmutterhals bei jungen Frauen deutlich seltener geworden sind, seit die HPV-Impfung bereits über die Schulen angeboten wird.

Weniger Feigwarzen:

Durch die Impfung wird auch die Übertragung von Viren gestoppt, die Warzen am Penis und an der Scheide hervorrufen - die sogenannten Feigwarzen. Da in Australien so viele Mädchen geimpft werden, ist dort die Häufigkeit von Feigwarzen stark zurückgegangen - auch bei den Jungen.

 

HPV-Impfung in Deutschland

In Deutschland wird die HPV-Impfung für Mädchen bis zum Ende des 17. Lebensjahres von den Krankenkassen bezahlt. Die Impfung – notwendig sind drei Impftermine im Abstand von sechs bis acht Wochen und 6 Monaten – sollte möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein, damit von Anfang an eine Infektion verhindert werden kann. Auch Jungen können sich impfen lassen. Für sie werden die Kosten jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen.

Quelle: Pressemitteilung des Berufsverbandes der Frauenärzte BVF e.V. vom 25.10.1013

 

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