Gewalt in der Schule: Tipps für Zugucker!

Forder ein Streitschlichter-Training für deine Schule!

An vielen Schulen können sich Schüler inzwischen zu speziellen Streitschlichtern ausbilden lassen: Sie sollen dazwischen gehen und vermitteln, wenn es in der Schule irgendwo kracht. Das soll helfen, Streitfälle möglichst glimpflich aus der Welt zu schaffen und weiterer Gewalt vorzubeugen.

So helfen Streitschlichter!

Die ausgebildeten Schlichter - alles Schüler ab der 9. oder 10. Klasse - gehen in den Pausen über den Schulhof und halten die Augen auf. Wenn ihre Hilfe erwünscht ist, begleiten sie streitende Schüler ins so genannte Schlichterzimmer. Da versuchen die streitenden Schüler dann, die Angelegenheit zu bereinigen. Die ausgebildeten Schlichter sitzen als Schiedsrichter mit am Tisch: Sie achten zum Beiaspiel darauf, dass die Aussprache möglichst sachlich und ohne Beschimpfungen abläuft.

Wenn der Streit geschlichtet ist, wird ein Vertrag aufgesetzt. Darin steht dann zum Beispiel: "Tom ersetzt Jan die zerrissene Jacke. Dafür hört Jan in Zukunft auf, Tom blöd anzumachen." Mit ihrer Unterschrift verpflichten sich die beiden, dass sie die Abmachung einhalten.

Streitschlichtung ist kein Wundermittel gegen Gewalt!

Natürlich ist die Streitschlichtung kein Allheilmittel gegen Gewalt und hat ihre Grenzen. Bei Bandenkriegen, Drogenproblemen, schweren Gewalttaten oder wenn Waffen im Spiel sind, versagt die Streitschlichtung durch Schüler. Aber sie ist ein Weg, viele Konflikte schon in der Entstehung friedlich beizulegen und gleichzeitig die Persönlichkeit der Schüler zu entwickeln.

Also mach doch mal deinen Lehrern, den Elternbeiräten und/oder deinen Mitschülern den Vorschlag, solche Streitschlichter bei euch an der Schule einzuführen.

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