Gewalt in der Schule: Tipps für Opfer!

Hol dir Hilfe!

Wenn du angegriffen oder erpresst wirst, oder dir dein Eigentum, wie Klamotten, Tasche oder Handy abgenommen wird: Hol dir Hilfe! Denn wer einmal still gehalten hat, hat sich bereits als "dankbares" Opfer bewährt und wird immer wieder ausgenommen.

Wende dich an deinen Vertrauenslehrer, deinen Klassenlehrer, die Schulleitung, den Schulpsychologischen Dienst und/oder deine Eltern, wenn du von Mitschülern bedroht wirst!

Rede mit deinen Freunden, Klassenkameraden oder mit anderen Personen, denen du vertraust und bitte sie um Unterstützung! Sprich mit jedem unter vier Augen - dann erreichst du mehr! Mach ihnen klar, dass es sie genauso treffen kann wie dich, wenn ihr nicht gemeinsam etwas gegen die Gewalttäter unternehmt. Beweg dich dann auf dem Schulhof im Schutz deiner Freunde: Gemeinsam seid ihr stark und nicht so angreifbar!

Wenn's besonders heftig wird: Geh zur Polizei! In vielen Städten gibt es bei der Kriminalpolizei inzwischen Sonderkommissionen zur Bekämpfung der Gewalt an Schulen. Mach ausfindig, ob es bei euch so etwas gibt und geh dort hin! Du kannst dabei auch anonym bleiben, denn die Beamten kennen die Risiken, die manche Opfer eingehen, wenn sie sich offen zur Wehr setzen.

Mach dir klar: Wer Gewalttäter bei Lehrern oder der Schulleitung meldet oder sogar bei der Polizei anzeigt, ist keine "alte Petze", sondern handelt verantwortungsbewusst! Damit schützt du nicht nur dich, sondern auch andere vor weiteren Übergriffen. Keine Angst!

Hilfe übers Sorgentelefon!

Wenn du ständig Opfer von Angriffen bist oder in der Schule gemobbt wirst und niemanden hast, mit dem du über deine Sorgen sprechen kannst, dann ruf beim kostenlosen Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche an:

Deutschland: Landesweite Rufnummer: 0800 / 1 11 03 33

Österreich: Landesweite Rufnummer: 147

Schweiz: Landesweite Rufnummer: 147

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