Gewalt in der Schule: Tipps für Opfer!

Stärke dein Selbstbewusstsein!

Zum Beispiel mit einem Selbstverteidigungskurs! Dabei geht es nicht nur darum, dass du dich körperlich gegen Angreifer wehren kannst. Wenn du dich nicht mehr hilflos fühlst, verändert sich deine Ausstrahlung. Und wenn du mehr Selbstbewusstsein zeigst, wirst du nicht mehr so häufig angemacht.

Beispiele für Kampfsportarten und Verteidigungstechniken, die du überall in Sportvereinen, privaten Studios oder über die Volkshochschulen erlenen kannst:

WenDo (für Mädchen)

WenDo bedeutet soviel wie "Weg der Frauen". Der Name setzt sich aus der Abkürzung für WomEN (englisch für Frauen) und dem Wort DO (japanisch für Weg) zusammen. WenDo zeigt dir, wie du dich vor jeglicher Art von Gewalt schützen kannst und wie du dich im Ernstfall richtig verhältst.

Weil vor allem Mädchen von Gewalt betroffen sind, ist WenDo nur für euch entwickelt worden. Du lernst einfache aber effektive Selbstverteidigungstricks kennen. Elemente aus Ju-Jutsu, Judo und Karate fließen hier mit ein. WenDo - Kurse werden im gesamten Bundesgebiet von Frauenzentren, der VHS, von Frauenbeauftragten oder anderen Bildungsträgern angeboten.

Kampfsportarten

Eine Kampfkunst zu erlernen kann super viel Spaß machen. Neben körperlichen Techniken zur Selbstverteidigung hilft dir regelmäßiges Training auch dabei, deine Persönlichkeit weiter zu entwickeln: Du wirst selbstsicherer, lernst deine Grenzen kennen, übst dich im Respekt anderen Menschen gegenüber und findest zu mehr innerer Ruhe.

Jede Richtung hat andere Schwerpunkte: In Ju-Jutsu, Judo und Aikido werden vor allem Wurf- und Falltechniken trainiert. Bei Taekwondo und Karate gehts um Tritt- und Schlagtechniken. Find selbst heraus, was dir am besten gefällt. In jeder Stadt gibt es Kurse in Sportvereinen oder privaten Studios.

Karate

Karate heißt soviel wie die leere Hand. Eine Kampfkunst ohne Waffen. Da auf der japanischen Insel Okinawa Waffenverbot herrschte, lernten die Menschen sich nur mit ihrem Körper zu verteidigen. Viel Power steckt in den Schlägen, Tritten und Stößen. Mit maximaler Beschleunigung und absoluter Körperspannung konzentriert sich alle Kraft auf einen Punkt. So wird eine recht wirksame Schocktechnik erzielt.

Taekwondo

Taekwondo ist die koreanische Version des Karate. Trainiert werden einfache Block-, Schlag- und Fußtechniken. Diese sind schneller zu erlernen und stehen komplizierteren Techniken in nichts nach. Spektakuläre Fußtechniken aus dem Stand sind das Markenzeichen dieser Sportart. Neben dem körperlicher Training sollen die Tugenden der Höflichkeit, Bescheidenheit, Ausdauer und Selbstüberwindung geschult werden.

Aikido

Ohne Tritte, ohne Schläge, ohne Schreie ist Aikido in geistiger und körperlicher Hinsicht eine der anspruchsvollsten Kampfkünste die du lernen kannst. Aikido ist eine sehr junge japanische Kampfkunst und bedeutet Weg, um Körper und Geist zu einen. Wenn du geübt bist, kannst du Angriffe abwehren und mit Kräften umgehen, die größer sind als deine eigenen. Du weichst dem Angriff aus und lenkst ihn auf den Angreifer zurück. Typisch sind kreisrunde und spiralförmige Bewegungen. Egal, ob Girl oder Boy, groß oder klein - Aikido kann tatsächlich jeder ausüben.

Ju-Jutsu

Das Ju-Jutsu hat sich aus dem Jiu-Jitsu entwickelt. Mit Ursprung in China haben die Japaner diese Kampfform aufgegriffen und rein zur Selbstverteidigung weiterentwickelt. Ju-Jutsu bedeutet die "sanfte Kunst". Allerdings ist sie alles andere als sanft. Ju-Jutsu beinhaltet harte Techniken wie Schläge, Tritte und Stöße, die ein erhebliches Verletzungspotential bergen. Aber auch Würfe aus dem Aikido- und Judobereich. Um die Verteidigungssituation sinnvoll abzuschließen gibt es noch eine ganze Menge an Hebel-, Sperr-, Block- und Würgetechniken. Gesiegt wird durch Nachgeben und Ausweichen unter Einbeziehung der gegnerischen Kraft. Ju-Jutsu ist eine der vielfältigsten und wirkungsvollsten Kampfsportarten. Nicht ohne Grund gehört sie zum Ausbildungsprogramm der Polizei!

Judo

Judo ist eine moderne und dynamische Zweikampfsportart. Das Erlernen der Judotechniken schult neben Schnelligkeit, Kraftausdauer und Gewandtheit auch das rasche Erkennen und Einstellen auf neue Situationen. Die Ursprungsform des Judos war das Jiu-Jitsu. Da im Jahre 1871 den Samurais das Tragen der Schwerter verboten wurde, konzentrierten sie sich vermehrt auf das Jiu-Jitsu Training. Damals war es nicht wichtig, jemanden sofort kampfunfähig zu machen. Die Ausbildung des Charakters und der Persönlichkeit standen im Vordergrund.

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