Feigwarzen! So beugst Du vor!

Feigwarzen! So beugst Du vor!

Feigwarzen nennt man bestimmte Warzen an Penis oder Vulva. Sie entstehen durch Erreger, die beim Sex übertragen werden können. Wir erklären, wie Du Dich dagegen schützen kannst.

Feigwarzen sind Warzen, die am Penis und After sowie an Schamlippen und Scheideneingang entstehen können. Deshalb werden sie auch Genitalwarzen genannt. Sie entstehen durch eine Ansteckung mit sogenannten Humanen Papillomviren (HPV). Dieses HP-Virus gehört zu den am häufigsten durch Geschlechstverkehr übertragenen Viren weltweit, von denen auch Jugendliche betroffen sein können.

Übertragung:

Das Virus wird vor allem durch Haut- oder Schleimhautkontakt beim Sex übertragen. Da sich die Viren auch an Hoden und Schamlippen befinden können, schützen Kondome nur zum Teil vor einer Übertragung, wenn es beim Sex zu einer Berührung der umliegenden Hautpartien kommt. Und das ist ja beim Sex fast immer so. Da ein Virusträger oft nicht merkt, dass er sich infiziert hat, wird das Virus beim Sex unbemerkt weitergegeben. Oft läuft nämlich eine Infektion ohne Symptome ab. Wer richtig "Pech" hatte, kann jedoch an den Feigwarzen merken, dass er HP-Viren in sich trägt.

Behandlung:

Die Warzen an den Geschlechtsteilen sehen sehr hässlich oder gar abstoßend aus und führen häufig dazu, dass Betroffene sich so sehr dafür schämen, dass sie Sexualkontakte oder auch den erforderlichen Gang zum Arzt lange Zeit vermeiden. Die Warzen gehen aber nicht von allein weg. Die Hautveränderungen können zwar in vielen Fällen vom Arzt entfernt werden. Die Behandlung mit Laser und Salbe ist jedoch oftmals langwierig und unangenehm. Außerdem können die Warzen wiederkommen.

Der Schutz:

Seit etwa sieben Jahren gibt es einen Impfstoff, der vor bestimmten HP-Viren schützt und allgemein gut vertragen wird. Bekannt wurde diese sogenannte HPV-Impfung vor allem als Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Sie schützt aber auch vor der Entstehung von Feigwarzen. Der hohe Schutz der Impfung ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen.

So läuft die Impfung ab:

Alle Mädchen können sich bei einem Frauenarzt im Alter zwischen 12 und 17 Jahren innherlab eines halben Jahres die drei Spritzen geben lassen, die den Impfschutz vollständig herstellen. Eine Untersuchung auf dem gynäkologischen Stuhl ist dafür normalerweise nicht erforderlich. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür. Auch Jungen können sich impfen lassen. Die Kosten werden für sie allerdings nicht von den Krankenkassen übernommen.

Am besten wird die Imfpung vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen, damit schon vor dem ersten Mal der der Schutz gegeben ist. Aber auch für Mädchen, die schon sexuelle Erfahrung haben, ist eine Impfung noch sinnvoll. Sprich mit Deinem Frauenarzt, wenn Du weitere Fragen dazu hast.

 

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