Dein erstes Gehalt: Alles über Taschengeld!

Was du dir von deinem Taschengeld kaufen darfst!

Der Taschengeldparagraf: Was du von deinem Taschengeld kaufen darfst und was nicht ist im so genannten Taschengeldparagrafen (Paragraf 110 BGB = Bürgerliches Gesetzbuch) geregelt.

Darin heißt es wörtlich: "Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsgemäße Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zwecke oder zu freier Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind."

Einfach ausgedrückt heißt das: Grundsätzlich darfst du dir von deinem Taschengeld kaufen, was du willst. Vorausgesetzt du kannst es von deinem Taschengeld auch bezahlen und deine Eltern haben dir den Kauf nicht ausdrücklich verboten. Das gilt auch, wenn dir deine Eltern extra Geld geben, damit du dir etwas Bestimmtes - zum Beispiel Kleidung oder einen MP3 Player - kaufen kannst.

Ein paar Beispiele:

Du kriegst 25 Euro Taschengeld und hast davon auf eine neue Spielkonsole für 400 Euro gespart. Dann brauchst du für den Kauf trotzdem die Erlaubnis deiner Eltern. Denn der Preis von 400 Euro übersteigt dein Taschengeld um ein Vielfaches. Geben sie dir aber extra Geld dafür, dass du dir die Spielkonsole kaufen kannst, geht der Kauf in Ordnung.

Du kriegst 25 Euro Taschengeld und hast davon auf eine neues PC-Spiel für 50 Euro gespart. Der Kauf ist okay. Zwar sind das auch gleich zwei "Monatsgehälter", die du für das Spiel hinlegst aber das ist für dich noch überschaubar. Hier musst du also nicht erst deine Eltern um Erlaubnis fragen. Es sei denn, du kaufst dir ein Ballerspiel, das dir deine Eltern verboten haben. Dann können sie den Kauf wieder rückgängig machen.

Du bist 15 und willst dir im Zoogeschäft einen kleinen Hund kaufen. Keine Chance ohne die Zustimmung deiner Eltern - egal, was er kostet! Hier sieht das Tierschutzgesetz besondere Regelungen für den Kauf von Tieren durch Minderjährige vor. Durch die Einschränkung soll verhindert werden, dass Kinder und Jugendliche Tiere kaufen, ohne sich darüber im Klaren zu sein, welche Pflichten sich daraus ergeben.

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