Alles rund um lästigen Lippenherpes

Alles rund um lästigen Lippenherpes
Hier erfahrt ihr alles Wichtige zum Leidthema Lippenherpes

Unser herzliches Beileid an diejenigen, die regelmäßig Schlachten gegen Lippenherpes führen. Die grausame Wahrheit: Etwa 50 bis 80 Prozent der Menschen sind Träger des Herpes-Simplex-Virus, kurz HSV genannt. Und bei jedem Dritten bricht das unangenehme, unästhetische Virus immer wieder aus.

 

Das passiert in unserem Körper

Alles rund um lästigen Lippenherpes
So sieht das Virus aus, dem wir die unästhetischen Bläschen verdanken

Bei der ersten Infektion gelangen die Viren in die Hautzellen. Aber auch, nachdem der akute Herpesbefall überstanden ist, verschwinden sie nicht, sondern ziehen sich in Nervenknoten zurück und bleiben in einer Art Ruhezustand. Ist unser Immunsystem das nächste Mal Strapazen ausgesetzt, wandern die Viren über die Nervenbahnen zurück an Lippe oder Nase und es bilden sich erneut schmerzhafte, unschöne Bläschen.

Psychologen sind der Meinung, dass starke Gefühle wie Ekel oder Stress Veränderungen in den Hormonen bewirken können. Die Hormone wirken auf das Immunsystem, das eigentlich darauf Acht geben soll, dass das Virus nicht ausbricht. Wie  genau das Folgende vonstatten geht, ist bisher noch unklar, aber bei starkem Stress oder Ekel kann die Überwachung des Immunsystems misslingen und das Virus wird (erneut) aktiv.

Eine Studie der Universität Trier hat sogar beweisen können, dass der Zusammenhang von Ekelgefühlen und dem nachfolgenden Auftreten von Herpes nicht nur unserer Einbildung entspringt. In einem Test wurden Gläser eklig hergerichtet. Die Probanden mussten sie eine Minute eingehend betrachten. Nur 48 Stunden später zeigte sich, dass bei vier von zehn Herpes-Kandidaten bereits die ersten Symptome auftraten.

 

Ursachen und Prognose

Grippe, hohe UV-Strahlung und Stress sind die häufigsten Ursachen für den Ausbruch des Herpes-Virus. Nur ein (bisher nicht entwickelter) Impfstoff könnte die Volkskrankheit Herpes eindämmen – allerdings auch nur bei denjenigen, die sich bisher nicht mit den ärgerlichen Lippenbläschen herumschlagen mussten und nicht mit dem Virus infiziert sind. Denn die traurige Wahrheit ist leider: Wer einmal Herpes hatte, kann ihn zumindest theoretisch immer wieder bekommen, da die Erreger ein Leben lang im Körper verbleiben und vor sich hinschlummern.

 

Abhilfe schaffen

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In erster Linie sollten diejenigen, die oft von Herpes heimgesucht werden, darauf achten, ihr Immunsystem dauerhaft zu stärken und damit einen erneuten Ausbruch des Virus langfristig zu vermeiden. Aber was tun, wenn’s akut ist? Neben altbewährten Cremes wie Aciclovir und Penciclovir, die auch in Tablettenform verschrieben werden können, soll vor allem Honig als natürliche Variante die Symptome eindämmen und dabei Studien zufolge sogar schneller helfen als Cremes. Der König unter den Honigarten soll für diesen Zweck der Manuka-Honig sein. Auch Zitronenmelisse, Aloe Vera, Knoblauch und Gewürznelken sollen bei einem Herpes-Ausbruch helfen können.