Dieser uralte iPod bringt Apple vor's Gericht!

Steve Jobs
Im Gerichtsverfahren werden alte E-Mails von Steve Jobs als Beweis aufgenommen!

Zehn Jahre ist die Sammelklage bereits her, trotzdem muss der Apple-Konzern deswegen jetzt vor Gericht. Wenn das Unternehmen verliert, dann muss  es 350 Millionen Dollar Strafe zahlen.

 

Worum geht es in der Klage?

Apple wird vorgeworfen, dass auf den iPods nur Musik abgespielt werden kann, die auch über iTunes gekauft wurde. Songs, die über andere Download-Anbieter gekauft wurden, konnten auf dem iPod nicht angehört werden. Angeblich soll das die Preise der iPods in die Höhe getrieben haben und Kunden davon abgehalten, andere (günstigere?) Geräte zum Musik hören zu kaufen. Mittlerweile ist diese Praxis schon lange nicht mehr im Einsatz - egal, wo deine Musik herkommt, du kannst sie über iTunes auf deinen iPod laden. Apple rechtfertigt diese Entscheidung heute damit, dass die Qualität der Sounddateien sichergestellt werden sollte. 

In der Gerichtsverhandlung muss jetzt belegt werden, dass der damalige Apple-Chef Steve Jobs diese Absprache wirklich gewollt durchgesetzt hat. Wenn ja, ist das eine "Kartellrecht"-Verletzung, weil Apple seine Position auf dem Markt mit rechtswidrigen Mitteln sicherstellen wollte. Bei der Beweisaufnahme werden auch E-Mails von dem vor drei Jahren verstorbenen Chef des Unternehmens, Steve Jobs, aufgenommen. Teilweise sind diese bereits an die Öffentlichkeit gelangt, wie die "New York Times" berichtete.  So schrieb Steve Jobs 2003 eine Mail, dass Apple sicherstellen muss, "dass die Musik des iTunes-Konkurrenzdienstes Musicmatch nicht mit dem iPod funktioniere."