Die Vogel-Flüsterin: 17-Jährige trainiert Raubtiere

Janina und ihr Weißkopf-Seeadler "Alaska".

Große Krallen und ein messerscharfer Schnabel sind für Janina kein Problem. Die Schülerin trainiert Greifvögel in einer Falknerei.

Mindestens dreimal in der Woche ist Janina bei ihren Lieblingstieren. Und das sind nicht etwa kleine, zahme Ponys, sondern ziemlich gefährliche Raubtiere. Doch die 17-Jährige hat keine Angst. Auch nicht, wenn ihr Liebling "Alaska" mit gewaltigem Flügelschlag und schrillem Ruf auf sie zugerast kommt. Vier Kilo ist der Vogel schwer, seine ausgebreiteten Schwingen zwei Meter lang. Und als Leckerbissen füttert sie ihn mit Küken.

Janina arbeitet seit fünf Jahren ehrenamtlich bei der Falknerei Pierre Schmidt in Gymnich/Nordrhein-Westfalen. Hier leben neben "Alaska" noch 30 weitere Vögel bedrohter Arten. "Ich genieße die Zeit hier sehr, deswegen will ich auch meinen Falkner-Schein machen", schwärmt Janina.

 

Der Falkner-Schein

In der Ausbildung zum Falkner lernst Du alles über die Raubtiere. Dir wird die Greifvogelkunde beigebracht und Du bekommst Grundkenntnisse in der allgemeinen Vogelkunde. Auch über Haltung und Pflege der Tiere wirst Du informiert. Wichtig ist, dass Du Dich mit den Rechtsgrundlagen der Falknerei, dem Greifvogelschutz, dem Tierschutz und dem Artenschutz auskennst.

Falkner wirst Du allerdings nicht über Nacht, die Ausbildung erfordert Verständnis und einen sehr sicheren Umgang mit den fliegenden Raubtieren. Außerdem ist ein Falkner-Schein ziemlich teuer. Um auszuprobieren, ob Dir die Arbeit mit den Adlern oder Falken liegt, kannst Du in der Falknerei erst einmal ein Wochenend-Seminar besuchen. Mehr Infos findest Du auf der Website der Falknerei Pierre Schmidt.

Wie gefällt Dir Janinas Job? Findest Du Greifvögel auch so faszinierend? Verrate es uns jetzt in den Kommentaren.