Die Qualzuchten der großen Heimtier-Märkte: Wenn es Kaninchen schlechter als Mast-Hühnchen geht!

Wenig Platz und grausame Bedingungen für die kleinen Nagetiere bei den Züchtern!
Wenig Platz und grausame Bedingungen für die kleinen Nagetiere bei den Züchtern!

Schock für alle Kleintierliebhaber! Das ARD-Magazin „Report Mainz“, das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ und die Tierrechtsvereinigung PETA haben aufgedeckt, unter welchen grausamen Bedingungen Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel gezüchtet und gehalten werden.

Dabei haben PETA-Aktivisten die Lieferwege der großen Zoogeschäfte wie "Fressnapf" und "Futterhaus" oder den Garten- und Baumärkten "Dehner" und "Obi" untersucht. Dabei kam heraus, dass die Kleintiere, die in diesen Läden verkauft werden dürfen, einen ziemlich schweren Start ins Leben haben. Egal ob Kaninchen, Hamster oder Vögel – bei vielen deutschen Zucht- und Zulieferbetriebe gab es die schlechten Bedingungen gesehen. Ein Trailer zeigt die grausamen Bilder!

Die Vögel leben auf engsten Raum
Die Vögel leben auf engsten Raum

So werden die Tiere in winzigen Käfigen und Plastikboxen gehalten, die meistens auch überfüllt sind und völlig mit den eigenen Ausscheidungen verdreckt waren. Oft waren die Tiere deswegen sogar verletzt oder lagen bereits tot zwischen ihren Artgenossen. Nagetieren wurde verschimmeltes Brot gefüttert. Es konnten auch Kannibalismus-Fälle in den Käfigen der Kanarien-Vögel nachgewiesen werden.

Die betroffenen Märkte reagierten geschockt auf das Bildmaterial von PETA und distanzierten sich von den Bedingungen ihrer Zulieferer und gehen  den Vergehen nach. Eine Sprecherin von „Das Futterhaus“ kündigte bereits die Zusammenarbeit mit einem kritisierten Zucht-Betrieb. Auch „Fressnapf“ will seine Bezugsquellen für Heimtiere umstellen und verbessern.

TV-Tipp: Die Reportage „Report Mainz“ wird am Dienstag, den 14. April 2015 um 21.45 Uhr im Ersten ausgestrahlt.