Diana, 15, aus Wathlingen

Mein Silvester mit Declan Galbraith!

28. Dezember! Endlich. Ihr könnt euch ja gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf dieses Datum schon gefreut habe. Aber ich glaub, ich fang erst mal von vorn an.

Vor ziemlich genau drei Wochen und fünf Tagen hatte 'ne Freundin Geburtstag. Und das wurde heftig gefeiert. Am nächsten Morgen hatte ich einen kleinen Kater. Meine Eltern aber, nett wie sie nun mal sind, mussten mich ja unbedingt zur Schule schicken. Na ja, im nachhinein war das ja auch nicht so schlimm, trotzdem war ich sauer, denn wir sollten an diesem Tag eine Englischarbeit schreiben.

Mein Vater rief mir noch irgendetwas zu, aber das interessierte mich nicht im geringsten. "Hello Sue." "Ja, auch Hallo." Genervt dreh ich mich um. Wow. Da steht ja Mr. Galbraith. Der Mr. Galbraith. Der Dad von diesem süßen Schnuckel Declan. "Bestimmt fragst du dich jetzt, was ich überhaupt von dir möchte." Erraten. Also rück schon raus.

"Wie ich von deinen Freunden erfahren habe, magst du die Musik von meinem Sohn. Das ist doch richtig. Oder?" "Korrekt. Ich meine, ich liebe seine Musik." "Sehr schön. Dann kannst du dich schon mal auf den 28. Dezember freuen." Geht's auch ein bisschen konkreter? "Denn an diesem Tag werden er und ich dich mit unserem Hubschrauber vom Flughafen in Hannover abholen. Wenn es dir recht ist." "Aber natürlich!" "Okay, dann sehen wir uns am 28.!" "Abgemacht." Hammergeil. Ich werde ihn treffen.

Heute ist endlich der Tag. Mein Tag. Ach, ich bin so aufgeregt. Die letzten Wochen habe ich nur Vokabeln gepaukt. Wer würde das nicht machen? Jedenfalls kann ich jetzt fließend Englisch sprechen. "Vergiss nicht, immer höflich zu sein. Benimm dich wie eine Erwachsene." "Ja, ja Mum, das sagst du mir jedes Mal, wenn ich verreise. Kannst du mir nicht ein einziges Sekündchen blind vertrauen?" "Schon mein Schatz, aber ich weiß doch, wie du dich zu Hause benimmst." "Das hat doch damit gar nichts zu tun." "Und ob." "Hat es nicht." Schweigen. Immer müssen wir beide uns vor einem Ciao streiten. Das ist so ätzend. "Mach's gut, meine Süße." "Ciao Mum. Ich werd dich bestimmt vermissen." Fuck! Meine Tränen lassen sich nicht länger verbergen.

"Hey girl what's wrong with you?" "Nothing." "But you're crying." "No. That's just water from the fountain over there." Was ist das denn für ein Typ? Kann der mich nicht einfach in Ruhe lassen? Nein, kann er nicht. "My name is Declan. Declan Galbraith. And your name ??" "Oh sorry, I'm Sue." Leute, heute ist voll mein Pechtag. "Would you please follow me into the helicopter?" "Okay."

Puh. Es scheint so als hätte er vergessen, dass ich gerade geheult habe. Was für ein Glück. Vielleicht leidet er an Amnesie?! Wäre doch ein Hoffnungsschimmer für mich. Am Hubschrauber angekommen, hilft er mir sogar beim Einsteigen. Er ist unschlagbar süß. Innen drin ist noch Rupert Grint. "He's a distant cousin of mine and insisted on coming with me. I hope that's not a problem for you?" "Of course not." "Perfect." Und schon sind wir in der Luft. "Do you often fly with a helicopter?" "No. This is my first time." Noch am gleichen Tag beziehe ich Declans Zimmer.

Drei Tage später, es ist jetzt Silvester und gleichzeitig mein Geburtstag, fahren wir zu dritt nach London in die City. Ein bisschen nervig ist es schon. Ständig müssen wir anhalten und Fotos von uns machen lassen. Insgeheim glaube ich, dass mich die Briten auch für einen Star halten. Mit der großen Sonnenbrille und umringt von Declan und Rupert ist das auch kein Wunder. Gegen 21.00 Uhr erreichen wir den Club "Shan". Wie es aussieht, sind nur Stars und Sternchen wie Bill, Tom, Gustav, Georg, Richie, Chris, Mikel, Izzy, Jay, Daniel und Emma hier. Gerade als ich eintrete, wird ein "Happy Birthday"-Lied angestimmt. Neugierig wie ich nun mal bin, mache ich einen Schritt vorwärts und stehe in der Mitte all dieser Leute.

Und sie singen "Happy Birthday" für mich! "Thank you. I'm speechless. Really. You're all crazy." Dankend laufe ich von einem zum anderen, gebe da ein Küsschen, da eine Umarmung. Mit einem Mal ruckelt mich jemand ganz hart an der Schulter. "Aufstehen! Sue! Los, raus aus den Federn." Nein. Das kann nicht sein. Ein Traum, mehr nicht? "Beweg jetzt deinen faulen Hintern. Du musst zur Schule." Ne echt?! "Nun mach schon." "Aber ich war doch gestern auf dem Geburtstag von 'ner Freundin." "Das ist egal. Schule ist nun mal Schule." Ohne Frühstück werde ich aus dem Haus geschmissen. Zwar ruft mir noch jemand was zu, wäre es aber wichtig, würde er es nicht so leise rumblöken.