Darum findest du dich auf Fotos und Selfies nicht schön

Jetzt ein geiles Selfie posten – aber du (denkst, du) siehst auf jedem Foto doof aus? Das hat einen Grund!

Warum sehe ich auf Selfie doof aus?
Dein Spiegelbild lügt – denn du siehst SO nicht wirklich aus!
Inhalt
  1. Schock bei Selfies
  2. Du weißt nicht, wie du aussiehst
  3. Symmetrie bedeutet Schönheit
  4. Der Schön-Geguckt-Effekt
  5. Selbstwahrnehmung – Fremdwahrnehmung
  6. Verschobene Proportionen
  7. So machst du die Selfies schön
 

Schock bei Selfies

Wir kennen das alle: Man guckt in den Spiegel und findet: „Ach! Heute seh ich echt gut aus! Da mach ich ein Selfie!“ – und dann der Schock: du siehst eben nicht gut aus auf dem Foto! Wie kann das sein? Und auch 100 Versuche später, will kein hübsches Selfie bei rauskommen, das man auf Instagram, Snapchat oder WhatsApp posten könnte. Hinter diesem Phänomen steckt ein bestimmtes Problem!

 

Du weißt nicht, wie du aussiehst

Der Grund, warum wir uns auf Selfies oft nicht wiedererkennen ist, dass wir unser Gesicht die meiste Zeit im Spiegel sehen. Wenn wir uns im Spiegel angucken, denken wir SO sehen wir aus. Doch der Spiegel lügt – denn in Wahrheit siehst du dich … naja … spiegelverkehrt.

 

Symmetrie bedeutet Schönheit

Die Wahrnehmung des Menschen ist so angelegt, dass Symmetrie als schön wahrgenommen wird. Das bestätigen mittlerweile mehrere wissenschaftliche Studien. Doch nur wenige Menschen haben ein (nahezu) symmetrisches Gesicht. Besonders einheitliche Gesichter – mit bis zu 92% – haben etwa Selena Gomez, Jennifer Lawrence oder Kendall Jenner.

 

Der Schön-Geguckt-Effekt

Doch trotz der fehlenden Symmetrie finden wir uns ja schön im Spiegel – warum? Menschen haben auch die Eigenschaft, sich Dinge oder jemanden (inklusive sich selbst) schön gucken zu können. Je länger und öfter man etwas (oder jemanden) sieht, desto mehr gewöhnt man sich dran und empfindet dies dann eben als schön. Dieses Phänomen nennt sich der „Mere-Exposure-Effekt“.

 

Selbstwahrnehmung – Fremdwahrnehmung

Da bei Fotos der spiegelverkehrte Effekt den Spiegel haben fehlt, sehen wir uns nun, als ob wir ein Fremder wären, der uns anguckt und eben auch jemanden Fremdes sieht.

Oder kurz: Wir erkennen uns auf den Fotos nicht wieder – und viele finden sich dann nicht schön. Denn SO wie wir uns auf einem Foto sehen, sehen wir uns selbst nicht.

 

Verschobene Proportionen

Selfie Vergleich
Selfies aus unterschiedlichen Entfernungen – ein deutlicher Unterschied . . .

 

Ein weiterer Grund ist: das Selfie kann das Gesicht verzerren. Denn was näher an der Kamera ist, wirkt größer, und alles, das weiter weg ist, wird nach hinten "verzerrt". Dadurch wirkt deine Nase (die nah an der Kamera liegt) um bis zu 30 % größer. Deine Wangen (die weiter hinten liegen) wirken wiederum kleiner. Deine Ohren noch kleiner.

Zum Vergleich: Aus drei Metern Entfernung sieht dein Gesicht ganz anders aus, weil die Propor­tionen stimmen.

 

So machst du die Selfies schön

Ein Trick, das Selfie oder Foto so zu bearbeiten, dass es einem gefällt – und man sich selbst wieder erkennt ist, das Bild in der Bearbeitung spiegelt. Allerdings muss man dann in Kauf nehmen, dass alle anderen Menschen einen dann nicht mehr erkennen!

Auch die Selfie Kamera – die leider meist eine schlechtere Auflösung hat – macht ein Spiegelbild von dir und somit meist (für einen selbst) schönere Bilder.

Plus: ein Selbstauslöser oder ein Selfie Stick (peinlich, aber zu Hause, sieht es ja niemand) können außerdem das Problem, der verschobenen Proportion lösen.