Carolin, 15, aus Dortmund

Silvester mit Richie von US 5! Direkt am Ende der Seite findest du den Link zur Stimmabgabe!

Die von Bäumen gesäumte Allee war menschengefüllt und hatte wohl noch nie bei dieser fortgeschrittenen Uhrzeit so einen Trubel erlebt. Die Menschen feierten und bei der großen Aufregung ging die junge Frau fast unter, die sich mitten unter ihnen so einsam fühlte. Mit jedem ohrenbetäubenden Knall zersprang auch ein Stückchen ihrer Hoffnung. Das Mädchen starrte traurig in das nächtliche Himmelszelt und beobachtete, wie farbenfrohe Funken wieder zur Erde rieselten, während die Menschen um sie herum sich fröhlich zum Start des neuen Jahres beglückwünschten.

Auch die Blonde wurde nicht ausgelassen und doch erwiderte sie jede gutgemeinte Umarmung nur halbherzig. Sie war bei dieser ausgelassenen Silvesterparty nicht alleine, doch die Person, die sie sich schon den ganzen Abend herbeigewünscht hatte, war nicht anwesend. Unglücklich schluckte sie ihre Traurigkeit herunter und versteckte ihre frierenden Hände in den Hosentaschen. Neben ihr knallten Sektkorken und heiteres Lachen drang an ihr Ohr, doch die Geräusche klangen nur entfernt zu ihr durch. Das Feuerwerk zeichnete weiter sein buntes Kunstwerk am Himmel ab und die Blondine verfolgte gedankenverloren, wie die einzelnen Raketen in die Höhe schossen. Sie hätte damit rechnen müssen, dass sie diesen Moment ohne ihn erleben würde, denn wie schon so oft war seine Arbeit, sein Traum, dazwischen gekommen.

Ein Teil von ihr verstand ihn und das hatte sie ihm auch bei ihrem letzten Telefonat versichert. Beide waren mit dem Wissen in die Beziehung gegangen, dass es nicht einfach werden würde, dass sie beide Kompromisse schließen müssen. Sie seufzte leise, als sie ein Pärchen dabei beobachtete, wie sie zärtlich den ersten Kuss des neuen Jahres austauschten. Denn trotz allem Verständnis sehnte sie sich in dem Moment nach ihrem Freund und einer alltäglichen Beziehung, die es zuließ, dass sie zusammen Silvester feierten. Das Vibrieren ihres Mobiltelefons in ihrer Gesäßtasche riss sie aus ihren Gedanken und eilig holte sie es hervor. Trotz ihrer Niedergeschlagenheit formte sich bei dem Namen ihres Freundes, welcher gleichmäßig auf dem erleuchteten Display aufblinkte, ein glückliches Lächeln auf ihren Lippen.

Kaum hatte sie das Handy an ihr Ohr gehalten, entwich ihrem Mund auch schon sein Name. "Richie!" Sanft klangen ihre Worte und sie spürte, wie ihr Herz aufgeregt zu pochen begann, als er sich am anderen Ende der Leitung meldete. "Hey Babe, Prost Neujahr! Feierst du schön?" Sie zögerte einen Moment mit ihrer Antwort, da sie nicht wollte, dass er ein schlechtes Gewissen hatte. "Du fehlst mir!", gab sie leise zu und fuhr sich durch die lange Haarpracht. "Ich weiß und es tut mir leid, Carolin! Ich habe wirklich alles versucht, um pünktlich da zu sein! Aber . . . aber vielleicht schließt du einfach deine Augen und stellst dir vor, wie ich vor dir stehe . . ." Seine Worte drangen holprig zu ihr durch und Carolin musste unwillkürlich lächeln. "Und du meinst, das wäre ein angemessener Ersatz?" Immer noch grinsend hob sie eine Augenbraue, kam aber seiner Aufforderung in dem Moment nicht nach. Sie wusste, dass keine Vorstellung ihn ersetzen konnte. Seinen einzigartigen Glanz in den Augen, sein anziehendes Lächeln und seinen unvergleichlichen Duft.

"Schließt du jetzt wohl mal deine Augen!?" Richie hoffte, sich mit dieser Aussage nicht zu sehr verraten zu haben. Schon seit dem Beginn ihres Telefonats beobachtete er sie aus einiger Entfernung. Seine Augen fixierten ihren schlanken, attraktiven Körper und ein wohliger Schauer hatte ihn durchzogen, als er ihr unglaubliches Lächeln bemerkt hatte. "Ja ja! Augen sind geschlossen!" Hätte er sie nicht gesehen, so könnte er auch an ihrer Stimme das Grinsen erkennen. Sie amüsierte sich über seine Bitte, doch er liebte diese Frau zu sehr, als dass er ihr böse sein konnte. Nach einem letzten absichernden Blick, dass sie seinem Wunsch Folge geleistet hatte, bewegte er sich vorsichtig auf sie zu. "Sehr gut! Nur ich bitte dich, keine versauten Fantasien! Lass mich wenigstens Unterwäsche tragen!" Mit jedem Meter hatte er mehr Schwierigkeiten, nicht zu ihr zu laufen und sie in seine Arme zu schließen. "Richie!" Gespielte Empörung schwang in ihrer Stimme mit und doch lächelte sie vergnügt.

Als er endlich vor ihr stand, klappte er sein Telefon leise zu und hauchte ein "Ja?" in ihr Ohr. Behutsam strich er ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht, während sie von der Berührung überrascht die Lider aufriss. Sie traute ihren Augen nicht und blinzelte kurz. Er war immer noch da! "Was machst du denn hier?" Immer noch ungläubig musterte sie ihr Gegenüber und konnte ihr Glück in dem Moment nicht fassen. "Du weißt doch, denjenigen, den man als erstes im neuen Jahr küsst, mit dem verbringt man auch das restliche Jahr! Ich kann doch nicht zulassen, dass das ein anderer für mich macht!" Ein Grinsen umspielte ihren Mund, während er sie anstrahlte. "Ich liebe dich!", flüsterte sie leise, bevor sich ihre Lippen liebevoll zum ersten Kuss im neuen Jahr aufeinander legten.

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