BRAVO-Lexikon: Die Richterskala

Die Richterskala
Die Richterskala

Die Richterskala wird in der Seismologie (v. griechisch seismós = Erderschütterung) als Skala bezeichnet, mit der die Stärke von Erdbeben gemessen werden. Die Wissenschaft, die sich mit Erdbeben beschäftigt, wird Seismologie genannt. Die Seismologie ist in der Geophysik die Lehre von Erdbeben, der Ausbreitung seismischer Wellen und der Bestimmung der Struktur des Inneren der Erde.

935 wurde die Skala von zwei Wissenschaftlern am California Institute of Technology entwickelt und zu Beginn auf kalifornische Erdbeben angewandt. Die Richterskala endet auf keinen bestimmten Wert, aber der höchste messbare Wert auf der Erde liegt bei 9,5. Die Eigenschaften der Erdkruste machen aber ein Auftreten von Erdbeben der Stärke 9,5 oder höher nahezu unmöglich, da das Gestein nicht genug Energie speichern kann und sich vor Erreichen dieser Stärke entlädt und die Erde bebt. Wenn in den Medien von „nach oben offen“ gesprochen wird, charakterisieren diese damit die Zerstörung und Wucht eines Erdbebens.

Seismographen stehen ca. 100 km vom Mittelpunkt eines Bebens, dem sogenannten Epizentrum, und zeichnen auf, wie stark ein Erbeben war. Ein Punkt mehr auf der Skala bedeutet demnach einen etwa zehnfach höheren Ausschlag. Ist der Wert weniger als 2,0, so spricht man von einem nicht spürbaren Beben und dieses geschieht weltweit ca. 8.000 am Tag. Ab der Stärke 3,0 sind Erderschütterungen spürbar, richten jedoch keine Schäden an. Dieses geschieht ca. 49.000 im Jahr. Erdbeben mit der Stärke 7,0 bis 8,0 werden ungefähr 18mal im Jahr gemessen.

Am 11. März 2011 erschütterte ein Beben mit der Stärke 9,0 Japan.