Ausbildungssuche: Gutes Benehmen ist wichtiger als die Mathe-Note!

Wer sich gut benehmen kann, ist bei den Arbeitgebern beliebt!
Wer sich gut benehmen kann, ist bei den Arbeitgebern beliebt!

Deine Noten auf dem Zeugnis sind in einigen Fächern nicht so gut? Mit "Soft Skills" kannst du schlechte Noten etwas ausbügeln und sogar bei deinem künftigen Arbeitgeber punkten!

Um erfolgreich im Berufsleben durchzustarten, ist dein Auftreten besonders wichtig. Wer bei einem Vorstellungsgespräch zu spät kommt, seinen Gesprächspartner nicht begrüßt und die Mütze nicht absetzt, der wird auch bei super Noten, weniger erfolgreich sein!

Dies hat jetzt auch wieder eine neue Studie des Wissenschaftszentrums Berlin(WZB) bestätigt: Die Betriebe achten darauf, dass den Bewerbern im Zeugnis ein gutes Arbeits- und Sozialverhalten bescheinigt wird. In einigen Bundesländern werden sogar sogenannte "Kopfnoten" vergeben - das sind sozusagen Zensuren für das soziale verhalten von Schülern - und bei einigen Arbeitgebern sind diese Kopfnoten wichtiger als so manche "echte" Zensur auf dem Zeugnis! 

Für die Studie haben die Wissenschaftler 320 unechte Bewerbungen von Schulabgängern mit der Mittleren Reife verschickt. Dabei gab es Zeugnisse mit guten und nicht so guten Bewertungen zum Sozialverhalten und auch unterschiedliche Notendurchschnitte. Dabei kam raus, dass Schüler auch mit einem schlechteren Notendurchschnitt öfter zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurden, wenn ihre Arbeitsverhalten gut bewertet wurde!

Warum eigentlich? Schulwissen kann in der Berufsschule vertieft und ausgebaut werden. Auch in der Praxis der Ausbildung können die zukünftigen Azubis neue und praktische Zugänge zu manch schwierigen Themen finden. Aber ein Azubi der ständig zu spät kommt und keine Arbeitsmotivation hat? Den kann man ziemlich schwierig "erziehen" - und diese Arbeit wollen sich die meisten Betriebe sparen.