Angespielt: "R.U.S.E." auf Xbox 360

"Angespielt: ""R.U.S.E."" auf Xbox 360 "
"Angespielt: ""R.U.S.E."" auf Xbox 360 "

Bevor 360 Live zu Ubisoft nach Paris reist, um das Echtzeitstrategiespiel "R.U.S.E." anzuspielen, stellt sich immer wieder eine Frage: Wird dieses Konsolenspiel endlich intuitive Steuerung und taktische Tiefe verquicken? Um das heraus zu finden, fliegen die Strategie-Experten in die Stadt der Liebe.

Gute Ansätze gibt es: "Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3" spielt sich angenehm taktisch, wer allerdings einen Flankenangriff auf zwei Seiten versucht, der verknotet sich die Finger. "Endwar" hingegen bietet funktionale Sprachsteuerung, aber die Taktik hat Fronturlaub. Nun versucht es also "R.U.S.E". Ein englisches Wörtchen, das so viel wie "List" bedeutet. Es geht darum, den Gegner zu täuschen, Truppenstärke vorzugaukeln, die gar nicht existiert, Flankenangriffe einzuleiten, die überhaupt nicht stattfinden ? eben all das, was ein echter General im Zweiten Weltkrieg auch drauf haben musste.

In Paris steht eine Xbox 360-Konsole und eine Mission bereit: Gewinne die Entscheidungsschlacht am Kasserinpass! Die Karte ist zunächst riesig, umfasst ganz Tunesien und soll laut Produzent Mathieu Girard knapp 10.000 Quadratkilometer betragen. Damit der Spieler trotz dieser gigantischen Größe den Überblick behält, darf er mit dem rechten Analogstick stufenlos in die Karte hinein- und herauszoomen. Das ist schon mal gut, denn in Spielen wie "Alarmstufe Rot 3" geht die Übersicht wegen der begrenzten Zoomstufe schnell mal verloren. Um das zu verhindern, hat Hersteller Eugen Systems seine hauseigene "Iris Zoom"-Engine optimiert, das Zoomen klappt ruckelfrei und ohne Verzögerung.

Auch wenn der Spieler die Kamera jederzeit frei justieren kann, gliedert sich das Schlachtfeld dennoch in drei Ebenen: In der Nahansicht darf man Panzer metergenau dirigieren. Die zweite Stufe bietet taktischen Überblick über ein größeres Territorium, hier wird die Basis ausgebaut. Die dritte Zoomstufe ist eine Art Satellitenkarte und bietet eine gute Gesamtübersicht. Nach einer technisch eher mageren und hoffentlich nicht endgültigen Einführung zoomt das Spiel nah an die Armee ran. Per Direktsteuerung lassen sich kleinere Verbände kommandiert, mit der X-Taste zusammenlegen und auf feindliche Panzerdivisionen hetzen. Praktisch für Einsteiger: Getroffene Panzer müssen lediglich hinter die Front gezogen werden, repariert werden sie automatisch. Um einen besseren Überblick auf die Gesamtsituation zu bekommen, zoomt man in die zweite Operationsebene. Alles in 3D versteht sich. Jede Plankarte besteht aus zahlreichen Territorien, gekennzeichnet durch Grenzlinien. Auf diese Geländeabschnitte dürfen nun endlich die namensgebenden Täuschungsmanöver, die so genannten Kriegslisten angewendet werden.

Beispiel: Ein übermächtiger Feind droht die Mitte zu durchbrechen. Um herauszufinden, mit welchen Einheitentypen er angreift, wählt man aus einem Menü die List "Dechiffrieren" aus. So erfährt man, dass der Gegner mit starken, aber langsamen Tiger-Panzern angreift. Zeit für das nächste Täuschungsmanöver: Per "Lockvogel" entstehen an beiden Flanken Panzer-Attrappen, die die KI als Bedrohung ansieht und sofort einen Teil ihrer Truppen auf die Jagd schickt. Nun kann man mit einer Großoffensive in die geschwächte Mitte des Gegners eindringen und ihm zahlreiche Verluste beibringen. Operation geglückt, Feind tot! Oder doch nicht? Tatsächlich muss "R.U.S.E." erst noch beweisen, ob sich das auf Gelegenheitsspieler getrimmte Gameplay gut mit den Täuschungsmanövern vereinen lässt. Erst die Kombination verschiedener Finten macht eine Strategie perfekt. Gut durchdacht sind die Ideen schon mal, daraus könnten richtig fies-taktische Mehrspieler-Partien reifen.

In Kooperation mit 360 Live, dem unabhängigen Fachmagazin für Xbox 360

Einhorn Keks Ausstecher
 
Preis: EUR 2,95
Einhorn Wasserkocher
UVP: EUR 49,95
Preis: EUR 30,49 Prime-Versand
Sie sparen: 19,46 EUR (39%)
Einhorn Leggings
 
Preis: EUR 9,43