Als Schüler studieren: Wie das geht und was es bringt!

Als Schüler studieren - so geht's!
Du hast jetzt schon Lust auf ein Studium?

Du gehst noch zur Schule und möchtest gern wissen, wie es wäre, zu studieren? Wie wäre es dann mit einem Frühstudium? 

Manchmal kann die Schule echt nervig sein. Vor allem, wenn Du schon ganz genau weißt, was Du später einmal machen möchtest. Anstatt im Mathe-Unterricht siehst Du Dich eher in der Pädagogik-Vorlesung sitzen? Und am liebsten würdest Du tatsächlich schon heute mit Deinem Studium anfangen.

Ja, warum eigentlich nicht?! Immer mehr Schüler interessieren sich für ein Frühstudium und das musst Du darüber wissen! 

 

Frühstudium, Schülerstudium, Schnupperstudium, Studieren ab 16 – was ist das eigentlich? 

Inzwischen kannst Du an ziemlichen vielen deutschen Hochschulen "auf Probe" studieren. Und dabei unterscheidet sich Dein Alltag kaum von dem eines "richtigen Studenten". Du nimmst an Vorlesungen und Seminaren teil und hältst sogar Referate, schreibst Hausarbeiten oder schreibst Klausuren. Dafür bekommst Du Noten oder Leistungspunkte, so ähnlich wie in der Schule. Diese können Dir dann später auf Dein „normales“ Studium angerechnet werden. Ziemlich cool! Das macht Deinen späteren Aufenthalt an der Uni nur entspannter!  

 

Was spricht für ein Schülerstudium?

Klarer Vorteil: Du bekommst mit, wie der Uni-Alltag läuft und erfährst ganz konkret, was Dich erwartet. Vielleicht merkst Du auch, dass das Ganze einfach nichts für Dich ist oder ob Du vielleicht doch ein anderes Fach wählen solltest. Im Schülerstudium kannst Du Dich  außerdem über den Schulstoff hinaus in Themen vertiefen. Das ist besonders für diejenigen gut, die sich stark für einen bestimmten Bereich interessieren oder mit dem Schulstoff nicht ausgelastet fühlen. 

 

Wer kann ein Schülerstudium machen?

Die meisten Angebote richten sich an Oberstufenschüler in Gymnasien. Meist kannst Du ab der 11. Klasse teilnehmen, manchmal auch früher. Wenn Du überlegst, ob ein Schülerstudium für Dich infrage kommt, solltest Du Dir zwei Dinge klarmachen:

  1. Das Studium musst Du zusätzlich zur Schule und zu anderen Verpflichtungen (zum Beispiel Sportverein, Musikunterricht, etc.) bewältigen. Du solltest mehrere Stunden pro Woche dafür Zeit haben. Denn: Du besuchst ein bis zwei Veranstaltungen an der Uni, die Du auch noch vor- und nachbereiten musst.
  2. Das Niveau an der Uni ist ein anderes als in der Schule. Die Studenten sind in der Regel älter als Du und haben dadurch einen Wissensvorsprung. Hinzu kommt der Stoff, den Du regulär für die Schule lernen musst. So entsteht für Dich eine Doppelbelastung. Aber keine Angst, es gibt viele Schüler, die das Frühstudium gut schaffen. Wichtig ist nur, dass Du Dir vorher klarmachst, was auf Dich zukommt, damit Dir nicht alles zu viel wird. 
 

Wie bewerbe ich mich? 

Am besten Du informierst Dich direkt vor Ort, wenn Du eine Uni oder Hochschule in der Nähe hast. Dort wird man Dir erklären, wie das Bewerbungsverfahren abläuft und welche konkreten Möglichkeiten Du hast. So bietet zum Beispiel die Uni Oldenburg ein Frühstudium für besonders begabte Schüler in bestimmten Fächern an. Bewerben kannst Du Dich nicht, Deine Schule muss Dich empfehlen. Danach steht ein längeres Auswahlverfahren an. An der Uni Mainz hingegen kannst Du Dich selbst bewerben, genauso wie an der Uni Bielefeld. Wenn Du als Schüler an die Uni möchtest, müssen Deine Eltern zustimmen, wenn Du unter 18 Jahre alt bist. Außerdem solltest Du mit Deiner Schule abklären, ob Du eventuell für einzelne Uni-Veranstaltungen beurlaubt werden kannst, wenn sie sich mit dem Schulunterricht überschneiden.