Abenteuerlich: ?Runaway: Twist of Fate? im Test

Abenteuerlich: ?Runaway: Twist of Fate? im Test
Abenteuerlich: ?Runaway: Twist of Fate? im Test

Weinend steht sie da, eine Rose in der Hand: Protagonistin Gina kniet über dem Grab von Brian Basco. Ihrem Liebsten, der Mann der sie in den ersten beiden ?Runaway?-Grafik-Abenteuern vor der Sandretti-Mafia gerettet hat. Alles aus und vorbei? Der Test zum dritten ?Runaway? für PC von den Abenteuer-Experten bei gamesTM kennt die Antwort.

Keine Angst, Brian ist putzmunter, die Beerdigung war fingiert. Doch wie kam es dazu? Warum wird der Abenteurer des Mordes an einem General beschuldigt, in eine Psychiatrie eingewiesen und von Killern gejagt? Das hier rollt die Geschichte von Hinten auf, die Zeitsprünge sind sehr clever mit der Story verwoben. So trifft Gina immer wieder auf Freunde von Brian, etwa Grabbo. Der rekonstruiert die Ereignisse, eine Rückblende startet, man findet sich als Brian in der Psychiatrie Happy Dale wieder und sucht nach einem Fluchtweg. Die Geschichte rund um Verrat, Mord, Selbstmord und Killerkommandos ist zwar düster geschrieben, fasziniert aber mit etlichen Wendungen, zündenden Gags und skurrilen Charakteren. Da ist Mr. Hollister, der einen Reifen und eine Tischtennisplatte mit einem Chevy und der kalifornischen Route 66 verwechselt. Neben ihm: Psychiatrie-Kamerad Mr. Nice mit einem Anhalterschild. Ein paar Manipulationen später rast er mit Hollister im imaginären Chevy davon. Der perfekte Moment für Brian ein Kofferband zu stibitzen, das er mit Büroklammern zu Hosenträgern umfunktionieren kann. Darüber wiederum freut sich Marcello, ein Schlangenmensch, der nur mit Hosenträgern in ein imaginäres Paket steigt und Brian kurz darauf eine Sicherheitstür öffnet. Kurzum: Die Rätsel sind anfangs noch recht leicht und vor allem witzig verpackt, werden später aber richtig knifflig und herrlich bizarr. Beispiel: Um seinen Tod echt wirken zu lassen, muss Brian einer Leiche sein Aussehen verleihen. Also erstmal die Schultern mit selbst gebastelten Kaltwachsstreifen enthaaren. Um Brians Gesäß-Tätowierung auf die Leiche zu übertragen, ist schon etwas mehr Fantasie gefragt: Tinte für den Kopierer mischen, dann kommen Schläuche, Sauger, Edding, Zink und Lötkolben zum Einsatz. Toll: Via F1-Taste wird der knuffige Mitarbeiter einer Supporthotline aktiviert, der witzige Tipps gibt. Weniger toll: Hotspots werden zwar auf Knopfdruck angezeigt, lassen sich aber nicht direkt anklicken. Auch das Inventar ist umständlich, da man einen Gegenstand nicht sofort mit einem anderen kombinieren kann, sondern zunächst wieder ins Spiel wechseln muss. Wunderschön hingegen die in malerische 3D-Umgebungen eingebettete Cel-Shading-Grafik, welche grelle Farben und harte Linien betont. Auch die Synchronsprecher sind eine Wucht ? mal herrisch, mal zärtlich, mal zerbrechlich, dann wieder bestimmend. Gleiches gilt für den Soundtrack, eine Mischung aus Klassik, Jazz und Rock. Fazit: Tolle Story, großartige Charaktere und Witze am Fließband ? nur die Bedienung könnte komfortabler sein.

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