Fußball

England gilt als Mutterland des Fußballs. Hier wurde auch die erste Forms des Fußballs gespielt, das sogenannte „Shrovetide Football“.

Noch heute wird die Tradition aufrechterhalten und einmal jährlich treffen sich hunderte Menschen, um diese Urform des Fußballs zu spielen. Die Regeln sind recht simpel: Es gibt zwei Teams, eine vorgegeben Spielerzahl gibt es nicht. Es können also so viele Spieler mitmachen, wie sie wollen. Der Ball ist in etwa so groß wie ein Medizinball und das Feld Kilometer lang, selbst ein Fluss kann zum Spielfeld gehören. Das Spiel dauert dann acht Stunden und Ziel ist es, möglichst viele Tore zu erzielen.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein haben sich so ganze Dörfer in dieser klassischen Variante des Fußballs duelliert. Einen Schiedsrichter gab es natürlich nicht, sodass die Fußballer zum Teil rüde zu Werke gingen. Manche Partie ähnelte eher einer Massenschlägerei.

Doch mit der Zeit, wurden die Strukturen in dieser Fußball-Art klarer. Es gab jene, die den Sport ausüben wollten, um sich körperlich mit dem Gegner auseinanderzusetzen. Und es gab jene, die den Sport wegen dem Spaß am Spiel trieben. So entwickelten sich die beiden Lager des „Shrovetide Football“ auseinander. So entstanden die Sportarten Rugby und der moderne Fußball.

Der Fußball wurde mehr und mehr gefördert, die Pädagogen in dem 19. Jahrhundert sahen darin eine Chance, den jungen Spielern Werte wie Fairness, Teamgeist und Selbstbeherrschung mit auf den Weg zu nehmen.

Um auch in ganz England nach klaren Regeln spielen zu können, setzten sich im Herbst 1863 die Vertreter von elf Fußball-Klubs in London zusammen. Sie legten den Grundstein für die heutigen Regularien im Fußball und ganz nebenbei gründeten sie auch die Football Association (FA), den ersten nationalen Fußballverband der Welt.

Es waren vor allem  britische Geschäftsleute und Studenten, die den Sport in Europa populär machten. Die Entwicklung des Fußballs war fortan nicht mehr aufzuhalten. Schnell schwabbte die Welle der Begeisterung auch nach Deutschland rüber. Zunächst war es hierzulande noch schwierig, den Fußball-Boom auch zu fördern. Schließlich war Turnen die Sportart Nummer eins, das sollte auch so bleiben. Aber es kam, wie es kommen musste: Mit der Zeit hat Fußball Turnen den Rang abgelaufen und ist mit weitem Abstand die beliebteste Sportart in Deutschland. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), einer der größten nationalen Fußballverbände der Welt, wurde 1900 in Leipzig gegründet.