FIFA 15: "Was den Spielern nicht gefällt, gefällt uns auch nicht!"

Wir haben mit EA Sports über FIFA 15 und auch schon über FIFA 16 gesprochen.
Wir haben mit EA Sports über FIFA 15 und auch schon über FIFA 16 gesprochen.

FIFA 15 ist seit Ende September 2014 auf dem Markt. Wir haben mit EA Sports über das Spiel gesprochen und auch schon wegen der Entwicklung von FIFA 16 nachgehakt! 3. Liga in Deutschland, Pyrotechnik, Hallenmodus: Wir haben Pressesprecher Ralf Anheier gefragt: Was davon könnte bei FIFA 16 eingebaut werden? Seine Antworten sind durchaus überraschend.

Frage: Wie zufrieden sind Sie mit FIFA 15?

Ralf Anheier: Die Reichweite bei FIFA 15, also die Anzahl der Spieler, hat uns positiv überrascht. Aber es geht in erster Linie nicht nur um die Zahl der Verkäufe, sondern um die Kundenzufriedenheit, weil FIFA ein nachhaltiges Spiel ist. Und da haben wir ein überwiegend positives Feedback bekommen und sind auch immer offen für konstruktive Kritik.

Pressesprecher Ralf Anheier.
Pressesprecher Ralf Anheier.

Was war die größte Herausforderung bei FIFA 15?

Anheier: Die größte Herausforderung ist jedes Jahr die gleiche: Nämlich eine Schippe draufzulegen. Fußball lässt sich nicht neu erfinden. Daher orientieren wir uns am realen Fußballgeschehen und da tut sich was: Die allgemeinen Formwerte, sogenannte Inform-Spieler im FIFA Ultimate Team-Modus und so weiter. Oberstes Ziel ist es, die Dynamik und die Emotion des Fußballs mit FIFA in die Wohnzimmer zu bringen.

Gibt es eigentlich ein paar goldene Regeln, an die sich Spieler bei FIFA halten sollten, um erfolgreich zu sein?

Anheier: Grundsätzlich ist es so, dass man bei FIFA auf ähnliche Art und Weise Tore schießt wie im realen Fußball. Viele Profis sagen, dass man mit viel Kurzpassspiel und dann dem entscheidenden öffnenden oder tödlichen Pass erfolgreich sein kann. Zudem schwören viele auf Flexibilität in der Taktik und Formation. Was im echten Fußball funktioniert, sollte auch bei FIFA funktionieren. Ohne Verständnis vom Fußball zu haben, kann man kaum FIFA spielen.

Ein Mythos hält sich hartnäckig: das Momentum nach einem Tor oder Gegentor. Gibt es das wirklich?

Anheier: Ich stehe dem Begriff „Momentum“ gespalten gegenüber. Ja, es gibt ihm im Fußball. In der Realität gibt es Situationen, wo am Schluss unvorhergesehene Dinge passieren. Wenn man negativ betroffen ist, fallen einem diese Situationen natürlich besonders kritisch auf. Bei FIFA spielt man schnell einmal 100 Spiele. Dafür braucht man in der Realität Jahre und in so einer Spanne können einfach verrückte Sachen passieren.

Viele Spieler beschweren sich über die künstliche Intelligenz (KI) der Torhüter.

Anheier: Was den Spielern nicht gefällt, das gefällt uns auch nicht. Da müssen wir uns eingestehen, dass wir uns bei einigen Features konstant in der Entwicklung befinden. Mit FIFA 15 haben wir den Torhüter komplett umgeschrieben. Das ist alles nicht so einfach, weil die Fans irgendwann das Spiel ja auch mal spielen wollen, sprich wir müssen es ja irgendwann auch an die Läden rausschicken. Mitten in der Saison ist es kaum möglich, die KI der Torhüter noch mal komplett umzuschreiben. Die Torhüter KI ist zusammen mit dem teilweise unglücklichen Verhalten der Innenverteidiger durchaus weit oben auf der Agenda für die Zukunft.

Im Internet gibt es viele Bug-Videos von FIFA. Spieler versinken im Boden, Bälle bleiben in der Luft hängen. Kann man das in den Griff bekommen?

Anheier: Sobald man an der einen Schraube dreht, passiert etwas an der anderen. Bei der unfassbar hohen Anzahl an gespielten Matches weltweit ist so etwas nicht ganz auszuschließen. Wir wollen aber natürlich die Häufigkeit reduzieren, daher machen wir auch ständig Bug-Fixes.

Wie weit sind Sie mit der Entwicklung von FIFA 16?

Wir hören theoretisch mit der Entwicklung nie auf. Wichtig ist abzuwarten, wie sich FIFA 15 entwickelt. Was läuft da gut, was nicht so gut. Diese Prozesse laufen gerade und mehr Informationen kann ich dazu nicht geben.

Wir haben unsere User einmal gefragt, was sie sich für FIFA 16 wünschen. Lassen Sie uns die wichtigsten Sachen einmal durchgehen. Punkt eins: 3. Liga in Deutschland.

Anheier: Die dritte Liga ist nicht im Lizenzpaket der DFL enthalten. Lizenzen sind nicht kostenfrei und schränken an anderer Stelle wieder ein. In England gibt es zwar mehr Ligen, aber der englische Verband ist anders aufgestellt und der Fußball-Markt ist in England auch größer. Aber: Wir würden generell niemals nie sagen, auch wenn es gar nicht so einfach ist.

Punkt zwei: Pyrotechnik in den Stadien.

Anheier: Pyrotechnik ist in Deutschland ein viel diskutiertes und eher negatives Thema. Es ist ein Verletzungs- und ein Sicherheitsrisiko. Daher ist und bleibt es in Deutschland verboten. Das bedeutet: FIFA wird sicher keine Dinge einbauen, die aus rechtlicher, wirtschaftlicher, medialer und normativer Sicht nicht vertretbar sind. Wir haben je nach rechtlicher Ausgangssituation in den verschiedenen Ländern auch keine Alkohol- oder Tippspielwerbung im Spiel integriert. Wir gehen verantwortungsvoll mit gutem Beispiel voran.

Punkt drei: der Hallenmodus, den es schon bei FIFA 97 und 98 gab.

Anheier: Der Hallenmodus wäre ein komplett neu programmiertes Spiel. Früher hat man wahrscheinlich einfach die Figuren genommen, Tore und Spielfeld kleiner gemacht und fertig. Mittlerweile ist die Dynamik, Architektur und Intelligenz des Spielers viel zu komplex. Man musste also alles umschreiben. Das haben wir gemacht und es nennt sich ,FIFA Street‘ und ist ein eigenständiges Spiel. Eine Integration würde wahrscheinlich zu Ungunsten anderer Features gehen und das wird dem eigentlichen Anspruch nicht gerecht – am Ende geht es doch in erster Linie um den „heiligen Rasen“.

 

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