Make-up Trend: Mut zu Nude

Fehler beim Abschminken
Ohne Make-up ist es manchmal besser

Ich bin schon durch und durch ein Mädel, mit allem was dazu gehört. Ein bisschen Tussi, ein bisschen schickimicki. Ich habe eine Schwäche für Kleidung, Schuhe und Handtaschen. Besser: Ich schlafe in meinem Kleiderschrank. Denn viel Platz für mein Bett ist da nicht mehr neben Spiegeln, Schminktisch und vielen, vielen Regalen, die sich bis unter die Decke meiner Altbauwohnung ziehen. Kleiderstangen und Regalböden voll mit Klamotten, Taschen und Schuhkartons. Alles nach Farben, Saison und Anlass sortiert. Und wenn ich so in meinem Bett liege und morgens aufwache und meinen Kleiderwahnsinn begutachte, dann bin ich manchmal auch ein bisschen ratlos. Und wie bei jedem Mädchen kommt dann schnell der Punkt der Verzweiflung und der Sinneskrise und ich sage mir „Ich habe einfach NICHTS zum Anziehen.“

Wenn man sich nun so meine Schätzesammlung anguckt, addiert mit meinen Schmuck und meinem Nagellack in allen Farben des Regenbogens, dann würde man meinen, zum Tussi-Thron fehle nur noch die Schminkpalette, Pinselchen, Tuben und Tiegel. Aber: Die sucht man bei mir tatsächlich fast vergebens!

 
 

Weniger Make-up ist mehr!

Natürlich, es gab auch andere Zeiten. Noch in der Grundschule fingen wir an uns zu schminken. Das war zu der die Zeit, in der Plateau-Buffalos und Batik-Schlaghosen IN waren. Im zarten Alter von neun Jahren konnten wir zwar noch nicht mit Wimperntusche umgehen und hatten glücklicherweise auch noch gehörigen Respekt davor (Wer weiß, wie oft wir uns sonst die Bürste ins Auge gerammt und welche Verletzungen wir uns versehentlich zugefügt hätten!) – aber es gab ja Lidschatten in wunderschönen Farben (Pink und blau in Kombi, ja, das fanden wir super!) und Lipgloss mit lecker Fruchtgeschmack.

Ich weiß noch, wie ich einmal an einem Sonntagvormittag zu Hause die Treppe zum Erdgeschoss runter kam um mit meinen Eltern in die Kirche zu fahren. Richtig kunstvoll hatte ich mich vorher hübsch gemacht und (wie ich fand dezent) angemalt. Das fand meine Mutter leider gar nicht. Und war recht ungehalten über mein Aussehen. Und vor Protest schreiend und murrend musste ich mich abschminken gehen. Damals wünschte ich mir die Zeit herbei, wenn ich das alles einfach machen darf und keiner was dagegen sagen kann. Tja, es kommt eben alles immer anders als man denkt.

In der siebten Klasse begann dann die richtig harte Phase. Mit Chucks, Longchamp-Tasche, stark getuschten Wimpern und schwarz umrandeten Augen. Scheiß auf Haut- und Haarfarbe, Hauptsache, man sah das Make-Up! Wir fühlten uns damit unerreichbar und SO cool. Das war unser Starter-Kit zum Erwachsen sein! Aus heutiger Sicht? Autsch! Völlig daneben, aber jeder meint es ja manchmal ein bisschen zu „gut“.

Unterm Strich kann man sagen: Bei mir ging’s recht schnell und früh richtig ab. Nicht nur was meine Kriegsbemalung anging, aber das ist ein anderes Thema. Und jetzt, tja, da hab ich irgendwie das Interesse verloren, wie an einem Spielzeug, mit dem man einfach schon viel zu oft gespielt hat (das betrifft dann aber doch nur die Kriegsbemalung).

Wisst ihr was das Schöne ist, nicht geschminkt zu sein? Man spart so unfassbar viel Zeit und ist so unabhängig, so frei und so spontan! Man kann sich durch die Augen reiben, wenn man müde ist. Bei Liebesfilmen hemmungslos heulen oder einfach so mal Schwimmen gehen. Man lebt einfach!

Jaja, die hat gut reden, denkt ihr jetzt. Schön für sie, wenn sie auch ohne Schminke meint gut auszusehen. Im Ernst – das ist nichts als eine reine Gewöhnungssache! Bei mir kam das erst schleichend und irgendwann hab ich es ganz gelassen.

 

Meine Haut ist ohne Make-up viel reiner!

Weil meine Haut ohne Make-Up viel reiner ist. Und ich immer Angst hatte, dass meine Augen irgendwann wund und rot und geschwollen aussehen und ich mich dann wirklich immer mehr und weiter schminken muss. Ich beneide die Mädels, die diese ganzen Youtube-Tutorials ins Netz stellen und als Jugendliche schon wahre Contouring-Profis sind. Das bin ich bis heute nicht. Aber was ist davon denn überhaupt echt?

Wenn ihr euch nur wohlfühlt, wenn ihr ganz anders ausseht und andere Menschen seid ... macht euch das nicht traurig? Damit versteckt ihr euch doch nur. Und vor allem: Dann seid ihr verliebt und, ups, ruckzuck kommt ihr in die Situation, in der er euch mal ohne Schminke sehen muss. Und dann fällt der arme Kerl vor lauter Panik vom Bett oder springt auf, weil er euch nicht wieder erkennt und sich denkt „Wer zum Teufel sitzt da vor mit?!“.

Versteht mich nicht falsch, das soll keine Belehrung werden. Es ist ja nicht so, dass ich mich gar nicht mehr schminke. Aber eben nur dann, wenn ich denke, es lohnt sich oder ich habe Lust dazu! Und ja, ich geh auch mal ungeschminkt feiern. Was solls, kann ich länger bleiben und lieg trotzdem schneller im Bett. Und das Panda-Augen-Problem – nicht mit mir! Die einzige Kosmetik-Sünde: Kinderkaufmanns-Creme und Bronze Puder.

Eine Freundin kam einmal fast in die Notsituation, sich bei mir Schminken zu müssen vor dem Feiern gehen. Erschüttert kam da nur: „Oh nein! Jani hat doch nur Bronze Puder, das geht doch nicht!“

Also, habt Mut. Traut euch. Seid einfach ihr selbst!

Denn mit einem offenen ehrlichen Lachen und strahlenden Augen punktet ihr immer ­– und ob und wie ihr dabei geschminkt seid, darauf achtet bei einem selbstbewussten Auftreten niemand mehr!

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