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Verhüten mit der Kupferkette!

Verhüten mit der Kupferkette!

Hier erfährst Du mehr über diese Art der hormonfreien Verhütung für Mädchen.
Die Kupferkette wird in die Gebärmutter eingesetzt. © Gynefix
Die Kupferkette wird in die Gebärmutter eingesetzt.
Immer mehr Mädchen suchen nach einer sicheren Verhütungsmethode, die ohne Hormone funktioniert. Bei jugendlichen Mädchen relativ unbekannt ist die hormonfreie Verhütung mit der sogenannten Kupferkette (GyneFix). Sie sieht aus wie einer dünner Faden, an dem vier kleine Kupferringe wir auf eine Kette aufgefädelt sind.

So wirkt die Kupferkette:

Um sicher vor einer Schwangerschaft zu schützen, wird die Kupferkette in die Gebärmutter eingesetzt. Das heißt: Sie wird von einem Frauenarzt vorsichtig im Gewebe der Gebärmutterwand befestigt, damit sie dort gut hält. An diesem Platz wirkt sie verhütend, in dem die abgegebenen Kupferionen die Beweglichkeit der Spermien einschränken und die Einnistung eines Eies verhindert wird. Das ist vergleichbar mit der Wirkung einer Kupfer-Spirale. Die Kupferkette gehört zu den sicheren Verhütungsmethoden (Pearl-Index: 0,1 - 0,5). Das Einsetzen kann mit einer Betäubung gemacht werden. Ohne Betäubung geht es auch, ist aber oftmals unangenehm bis schmerzhaft.

Für welche Mädchen sie geeignet ist:

Weil die Kupferglieder klein sind und der Faden flexibel ist, können auch jugendliche Mädchen mit einer kleinen Gebärmutter mit der Kupferkette verhüten. Es gibt keine Alterseinschränkung, wenn der Arzt (und gegebenenfalls die Eltern) der Anwendung dieser Verhütungsmethode zustimmt. Für Mädchen mit einer Kupferspeicherkrankheit oder einer Kupferallergie ist diese Verhütungsmethode jedoch nicht geeignet. Ob diese Verhütungsmethode auch für Dich das Richtige ist, wird bei Interesse der Frauenarzt mit Dir besprechen.

Ab wann und wie lange sie schützt:

Die Kupferkette wirkt vom ersten Tag, an dem sie eingesetzt wurde und kann bis zu fünf Jahre vor einer Schwangerschaft schützen. Wer sie vorher entfernen lassen möchte, kann das jederzeit tun.
Spirale in der Gebärmutter. © Henrie - Fotolia.com
Spirale in der Gebärmutter.
Kosten:

Einige Krankenkassen übernehmen für Mädchen die Kosten für die Kupferkette und ihre Einlage. Erkundige Dich vorher bei Deinem Frauenarzt und der Krankenkasse über Kosten und die Möglichkeit der Kostenübernahme oder zumindest eines Teil der Aufwendungen.
Frauenärzte berechnen bundesweit sehr unterschiedliche Honorare für die Implantation dieses Verhütungsmittels: zwischen 250 und 450 Euro. Ein Preisvergleich lohnt sich also. Allein die Kupferkette kostet auf Rezept jedoch "nur" circa 130 Euro, hält dafür aber auch fünf Jahre.


Risiken:

Bisher hat man angenommen, dass bei der Verhütung mit einer Spirale oder der Kupferkette ein erhöhtes Risiko besteht, dass Keime am Faden in die Gebärmutter gelangen können und dort Infektionen verursachen könnten. Die Folge könnte unter anderem Unfruchtbarkeit sein. Deshalb hat man kinderlosen Frauen und jugendlichen Mädchen meistens von diesen Verhütungsmitteln abgeraten. Neuere Studien haben aber bei dieser Methode kein höheres Infektionsrisiko festgestellt als bei Frauen, die anders verhüten. Ausgeschlossen sind Komplikationen aber nie zu 100 Prozent.

Einem Infektionsrisiko kann immer entgegengewirkt werden, wenn beim Sex Kondome benutzt werden. Denn weder die Kupferkette noch die Spirale oder hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille schützen vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Mehr über Verhütung findest Du hier.

Weitere Infos zum Artikel
Verhüten mit der Kupferkette!
Datum
03. Juni 2013
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