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So sagst Du sicher "nein"!
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So sagst Du sicher "nein"!

Eigentlich willst Du nicht! Dir ist klar, dass Du "nein" sagen müsstest. Aber was, wenn er oder sie dann sauer ist? Das Dr.-Sommer-Team gibt Tipps, wie Du mit dieser Situation umgehen kannst!
Steh zu Deiner Meinung!
Steh zu Deiner Meinung!
Gehörst Du zu den Menschen, die es anderen gern Recht machen? Du kannst schlecht aushalten, wenn jemand sauer auf Dich ist? Und Deinem Schatz kannst Du kaum einen einzigen Wunsch abschlagen? Dann kann es sein, dass Du Deine eigenen Bedürfnisse zu wenig beachtest. Hier bekommst Du Tipps, wie Du Dir selber treu bleibst, vor anderen dazu sehen kannst und trotzdem - oder gerade deshalb - beliebt bleibst.

Sag es richtig!

Es lässt sich nicht immer vermeiden, anderen vor den Kopf zu stoßen. Aber wie andere Dein "nein" verarbeiten, hängt entscheidend von der Formulierung ab.

Bleib bei Dir. Jemand kann Dein "Nein" besser annehmen, wenn Du es aus Deiner Sicht formulierst. Zum Beispiel so: "Nein. Ich will heute nicht ins Kino, weil ich keinen der Filme gut finde." Das kommt besser an, als wenn Du zum Beispiel entgegnest: "Oh, mann. Immer willst Du nur Actionfilme gucken. Da hab ich keine Lust drauf." Schiebst Du also Deine Begründung auf den anderen, fühlt er oder sie sich schnell angegriffen, abgelehnt oder kritisiert. Und das muss nicht sein.

Du musst nicht alles begründen!

Oft ist es einfach: "Nein, danke. Ich hab keinen Hunger." Oder: "Heute hab ich keine Zeit. Ich muss zum Sport." Du musst aber nicht immer begründen, warum Du Dich gegen etwas entscheidest. Denn es gibt Gründe, die andere nicht zu wissen brauchen. Du bestimmst, was Du sagst. Und es ist völlig in Ordnung, wenn Du Dich in bestimmten Situationen gegen eine Erklärung oder Rechtfertigung entscheidest. Hier ein paar Beispiele für Formulierungen, wenn Dir die Worte fehlen:

Ich will das (jetzt) nicht. . .

». . .lass uns morgen noch mal darüber sprechen.
». . .ich muss erst noch mal in Ruhe darüber nachdenken.
». . .und möchte den Grund dafür nicht erzählen.
». . .und das hat mit Dir nichts zu tun.
». . .weil ich mich nicht gut fühle.
». . .lieber würde ich etwas anderes machen. Wie wär's?
». . .das passt nicht zu mir.
». . .ich hab ein schlechtes Gefühl dabei.
». . .so schnell kann ich mich nicht entscheiden.
». . .warum ist Dir das so wichtig?

Grundsätzlich entscheidest Du, ob Du Deine Haltung erklären möchtest, oder nicht. Es kann aber sein, dass in bestimmten Situationen eine kurze Erklärung für den anderen hilfreich oder entlastend ist. Vor allem, wenn jemand Dein "nein" auf sich bezieht. Um bei dem Beispiel mit dem Kino zu bleiben wäre es zum Beispiel fair zu sagen: "Auf den Film hab ich keine Lust. Aber wenn mal wieder ein lustiger Film läuft, komme ich gern mit."

Ein klares "nein" fördert den Respekt!

Für andere da zu sein, kann Dir ein gutes Gefühl geben. Aber Du kannst es nicht allen Menschen recht machen. Und selbst wenn, wäre das nicht der Grund, warum Dich andere mögen oder lieben. Sondern das liegt an Deiner Art, Deiner Persönlichkeit und Deiner Sicht auf die Welt, die anderen gefällt.

Deshalb ist es wichtig, eine eigene Meinung zu haben, persönliche Grenzen zu spüren und diese anderen deutlich zumachen. So zeigst Du, dass man mit Dir nicht alles machen kann. Sei kein Fähnchen im Wind, das sich jeder neuen Meinung anschließt, in der Hoffnung, dadurch bliebt zu sein. Magst Du solche Leute?

Achte mal darauf, was Dich bei anderen beeindruckt. Dann kommst Du schnell dahinter: Respekt und Anerkennung bekommst jemand dann, wenn andere merken: Der oder die weiß, was er/sie will und setzt sich dafür ein. Und zwar auch, wenn er/sie damit aneckt. Freunde schätzen diese Haltung gegenseitig aneinander. Und Menschen akzeptieren ein "nein" leichter, wenn sie wissen, dass man Dich bei bestimmten Dingen nicht zu überreden braucht - weil es eben einfach nicht geht!

Und wenn andere schmollen, beleidigt oder enttäuscht sind?

Die Gefühle anderer sind in erster Linie ihre Sache. Sie müssen damit zu Recht kommen, dass Du etwas nicht willst. Nicht Du musst machen, dass sie nicht mehr enttäuscht sind. Denn Du kannst nicht jedem eine Enttäuschung ersparen, der etwas von Dir erwartet, was Du nicht willst. Und nicht immer helfen Kompromisse. Also denk an Dich und was Dir wichtig ist. Dann triffst Du die richtige Entscheidung. Und wenn Du dazu stehst, fühlt sich ein "nein" viel besser an, als Du es vorher vielleicht gedacht hast. Und es wird jedes mal leichter!


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So sagst Du sicher "nein"!
Datum
14. November 2011
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