Pillen-Special: Nebenwirkungen! Was Du wissen musst!

Täglich an die Pille denken ist wichtig, damit ihr Schutz sicher ist.
Täglich an die Pille denken ist wichtig, damit ihr Schutz sicher ist.

Sie schützt sicher vor einer Schwangerschaft: die Pille! Aber ist sie auch gesund, oder kann sie Deinem Körper schaden? Hier findest Du wichtige Infos zum Thema Nebenwirkungen der Pille! Millionenfach erprobt!

In der neuen Dr. Sommer TV Folge erklären Dir Sören und Sabrina noch einmal ganz easy alle wichtigen Fakten:

 

Die Pille ist immer noch das am häufigsten verwendete hormonelle Verhütungsmittel weltweit, wobei es immer mehr Alternativen gibt. Doch viele Mädchen steigen mit der Pille in das Thema Verhütung ein. Von Millionen Anwenderinnen wird sie gut vertragen. Doch aktuell häufen sich Meldungen über Nebenwirkungen der Pille und Schicksale von Frauen, die unter den Folgen der unerwünschten Nebenwirkungen leiden.

 

Die Bandbreite möglicher Nebenwirkungen!

Die Liste möglicher unerwünschter Nebenwirkungen ist lang: Zwischenblutungen, Brustspannen, Kopfschmerzen, Migräne, Übelkeit, Wassereinlagerungen im Körpergewebe, Gewichtszunahme, Verringerung der sexuellen Lust und so weiter.

Am schwerwiegendsten ist jedoch die Thrombosegefahr, die durch die Einnahme der Pille erhöht sein kann. Thrombose nennt man eine Krankheit, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Blutgefäß bildet. Und dadurch kann der Blutstrom an ganz unterschiedlichen Stellen im Körper gestört werden oder sogar Venen oder Arterien verstopfen. Je nachdem, wo so eine Thrombose entsteht, kann es zum Beispiel zu einem Verschluss der Beinvenen kommen oder im schlimmeren Fall zu einer sogenannten Lungenembolie.  

Besonders gefährdet sind Frauen, in deren Familien es bereits Fälle von Thrombose gab. Raucherinnen, stark übergewichtige Frauen oder Patientinnen mit Bluthochdruck oder Diabetes mellitus haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für eine Thrombose. Aber auch langes Sitzen auf Langstreckenflügen steigert  das Risiko einer Erkrankung.

Jeder Frauenarzt sollte diese Risiken ansprechen und genau abwägen, ob und welche Pille für die betreffende Patientin geeignet ist.  

Die häufigsten Nebenwirkungen: Tipps von der Frauenärztin!

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Gynäkologin Stephanie Eder aus dem bayerischen Gräfelfing hat täglich Mädchen in ihrer Praxis, die die Pille nehmen oder sie nehmen wollen. Für sie ist die Aufklärung der jungen Patientinnen über das Thromboserisiko sehr wichtig, auch wenn viele Mädchen hierüber schon recht gut Bescheid wissen. Doch es gibt noch andere körperliche Beschwerden, die gegen eine Verschreibung der Pille sprechen. Und manchmal braucht es zwei, drei Versuche mit unterschiedlichen Präparaten, bis ein Mädchen die Pille gefunden hat, mit der es sich gut fühlt.

Hier findest Du alle wichtigen Infos über die häufigsten Nebenwirkungen im Überblick:

 

Thrombose:

Grundsätzlich haben Pillen mit dem Gestagen Levonorgestrel statistisch gesehen ein kleineres Thromboserisiko als Pillen mit anderen Gestagentypen wie zum Beispiel Drospirenon. Der Frauenarzt sollte dies bei der Verschreibung beachten.

Frauenärztin Eder erklärt: "Das Risiko, eine Thrombose zu bekommen, ist vor allem im ersten Jahr der Einnahme erhöht, und besonders in den ersten drei Monaten.

Symptome, die auf eine Thrombose hinweisen können, sind meist einseitige Schmerzen und Schwellungen oder Spannungsgefühl im Unterschenkel. Wenn Thromben aus dem Bein in die Lunge wandern, können sie sich durch Atemnot bemerkbar machen, weil sie eine gefährliche Lungenembolie auslösen. Deshalb sollte bedacht werden, dass Atembeschwerden oder Schmerzen im Brustkorb eine mögliche Nebenwirkung der Pille sein könnten.“

Bei einem Verdacht auf Thrombose muss schnell reagiert werden und gleich Kontakt zum Hausarzt oder Frauenarzt aufgenommen werden."

 

Zwischenblutungen:

"Vielen Mädchen machen Zwischenblutungen Angst." weiß die Frauenärztin. Beruhigend zu wissen ist, "dass gelegentliche Zwischenblutungen vor allem in den ersten drei Monaten der Pillen-Einnahme ein sogenanntes Einstellungsphänomen sind und kein Grund zur Sorge.

Das liegt daran, dass sich  die Gebärmutter erst mal an die hormonelle Umstellung gewöhnen muss. Dauern die Zwischenblutungen länger als drei Monate, sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden. Wer aber dauerhaft Blutungen hat oder starke Zwischenblutungen, sollte nicht lange warten und sich gleich an den  Frauenarzt wenden. Solche Beschwerden kommen jedoch selten vor." 

 

Kopfschmerzen und Migräne:

Ärztin Eder betont: "Hier ist in Bezug auf die Pille auf der eine Seite eine Unterscheidung zwischen Kopfschmerzen und Migräne wichtig. Und dann zwischen einer Migräne mit oder ohne neurologischen Störungen (Sehstörungen/Aura, Hörstörungen, Taubheitsgefühle...).

Wenn ein Mädchen eine Migräne mit neurologischen Störungen hat, darf es  keine Mikro-Pille nehmen, weil es sonst ein erhöhtes Schlaganfallrisiko hat. Doch auch viele dieser Mädchen können sicher hormonell verhüten, wenn ein rein Gestagen-haltiges Pillen-Präparat in Frage kommt. Das gibt es. Gelegentliche Kopfschmerzen bedeuten jedoch nicht, dass eine Verschreibung der Pille nicht möglich ist."

Praxis-Tipp: Hier empfiehlt die Ärztin, ein Kopfschmerz-Tagebuch zu führen und zu schauen, wie häufig die Kopfschmerzen tatsächlich auftauchen. Auf dieser Basis kann dann mit der Ärztin überlegt werden, welche Verhütung passend wäre und was dem Mädchen darüber hinaus helfen kann.

 

Übelkeit:

Es gibt bisher keinen konkreten Nachweis, dass wirklich die Pille dafür verantwortlich ist, wenn einem Mädchen im zeitlichen Zusammenhang mit der Pilleneinnahme schlecht wird. Doch einigen geht es nun mal so damit.

Praxis-Tipp: Hier rät die Frauenärztin, die Pille nicht morgens zu nehmen, sondern vor dem Schlafengehen. Das hat schon einigen ihrer Patientinnen geholfen: Einfach die Übelkeit verschlafen!  

Übelkeit hat jedoch auch oft psychische Ursachen. Steht ein Mädchen zum Beispiel nicht wirklich dahinter, dass es jetzt die Pille nehmen soll oder lehnt es das Mädchen sogar eigentlich ab, kann das auch Bauchschmerzen oder Würgereiz bei der Einnahme machen. Genauso wie die Angst vor dem ersten Mal...

 

Gewichtszunahme:

Gynäkologin Eder gibt hier Entwarnung: "Die Pille zaubert uns keine Fettröllchen. Es gibt jedoch Mädchen, die auf die Östrogene in der Pille mit einer Gewichtszunahme von ein bis zwei Kilo reagieren. Das ist aber selten und einmalig und die Gewichtszunahme geht nach Absetzen der Pille wieder zurück. Einige Mädchen reagieren jedoch tatsächlich mit einer Appetitsteigerung auf die Gestagen-Komponente der Pille. Und diese Mädchen nehmen natürlich zu, wenn sie dann mehr essen. Da kann man dann probieren, ob es mit einer anderen Pille besser läuft. Eine gewisse Gewichtszunahme durch die Pubertät ist aber normal und hängt nicht automatisch mit der Pille zusammen."

Grundsätzlich gilt:

Wenn Du neu mit der Pille beginnst, ist es ganz normal, dass Du Vorgänge und Veränderungen in Deinem Körper etwas genauer beobachtest, als Du es ohnehin schon tust. Und natürlich solltest Du jede Veränderung die mit Beschwerden verbunden ist ernst nehmen. Bedenke dabei jedoch vor allem als Jugendliche, dass sich Dein Körper auch ohne die Pille verändert.

Der weibliche Körper unterliegt zyklischen Schwankungen, die auch ohne hormonellen Einfluss von außen den Körper verändern. Brustspannen ist zum Beispiel ganz typisch bei vielen Mädchen, kurz bevor sie ihre Regel kriegen. Und auch das Gewicht schwankt bei vielen Girls während des Zyklus um ein bis zwei Kilo.

Nicht jede neue körperliche "Erscheinung" ist deshalb gleich eine Nebenwirkung der Pille. Angst haben soll aber keine. Deshalb frag im Zweifelfall immer Deinen Hausarzt oder Frauenarzt, wenn sich Dein Wohlbefinden verschlechtert!

 

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