Beatsteaks: Bassist Torsten macht den Album-Check

Das neue Album von den Beatsteaks ist draußen!

Seit dem 1. September ist endlich das neue „Beatsteaks“ Album „Yours“ draußen.

Wieder einmal hat die deutsche Rock-Band (bestehend aus Arnim, Torsten, Thomas, Peter und Bernd) bewiesen, dass sie es voll drauf hat! Am Wochenende haben sie erst auf dem „Lollapalooza“ in Berlin gespielt und damit tausende Fans beeindruckt.

Definitiv ein Grund sich das neue Album mal genauer anzusehen! Bassist Torsten von den „Beatsteaks“ stellt sich dem Album-Check und verrät euch exklusiv Song für Song die Hintergründe zum Mega-Album: 

Zuerst mal: Warum heißt das Album „Yours“?
,,Wenn man sich diese Platte kauft, ergattert man praktisch ein Sammelsurium an Lieblingssongs. So wie früher die Mixed-Kasetten, das war zu meiner Jugend ein beliebtes Geschenk an Freunde. Deswegen faden wir „Yours“ so gut. Das bedeutet Deins und zeigt eben, dass dieses Album nur dir gehört, als wäre es persönlich für dich gefertigt. Dein Beatsteaks Album, mit lauter Lieblingssongs drauf." 

1.    Break Down
Jedes Album sollte mit so einem schönen Paukenschlag anfangen, um den Hörer gleich abzufangen. Das wollten wir mit diesem Song erreichen, einfach einen raushauen!

2.    40 Degrees
Im Refrain heißt es „I don’t have the answer, but I have a plan“ (dt. „Ich habe keine Antwort, aber dafür einen Plan“). Das ist eigentlich auch die Kern-Message dieses Songs: Man hat nicht immer die Lösung aller Probleme, aber zumindest eine Idee, wie man das Problem loswerden könnte. Das kann durchaus auch mal ein Plan B sein, Hauptsache man steckt nicht gleich den Kopf in den Sand! 

3.    You in Your Memories (feat. Chad Price)
Unser Gitarrist singt diesen Song zusammen mit seinem Idol Chad Price von der Band „ALL“. Kennt von den BRAVO-Lesern sicher keiner, ABER ihm bedeutet dieser Song natürlich besonders viel. Ich schätze viele träumen davon mit ihrem Vorbild einen eigenen Song zu haben. Generell geht es darum, was man jemandem sagen würde der nicht mehr dein Freund ist. Und es geht um Menschen, die zu viel in ihren Erinnerungen leben. 

4.    Filthy Crime
Da kann ich immer nur mit den Worten von Peter Fox von der Band „Seed“ antworten. Er hat das Lied damals nämlich produziert und gesagt: „Das ist ein tolles, kleines Lied.“ – das kann man so stehen lassen. (lacht)

5.    I Do
Ist ganz einfach ein Heiratsantrag mit Augenzwinkern! Der ist nicht mal ein eine bestimmte Person gerichtet. Den Text haben nämlich Arnim, Thomas und Peter zusammen geschrieben und festgestellt, dass ein Song nur übers Heiraten nicht so gut funktioniert und das Thema witzig verpackt. Aber er ist trotzdem schön, ich kann mir vorstellen, dass er tatsächlich auf Hochzeiten gespielt wird!

6.    Velosolex (ft. Stereo Total)
Ist Französisch und von Françoise Cactus von „Stereo Total“ gesungen. In dem Song geht es darum, dass man mit seinem Fahrrad zur Ex-Freundin fährt, die auch noch in einer Stadt wohnt die Ex heißt. Ein Velosolex ist übrigens ein Fahrrad mit Hilfsmotor. Kurz gesagt soll der Song aussagen, dass Männer eigentlich alle nur Schlappschwänze sind  – ehrlich jetzt! (lacht)

7.    Fever
Thomas hat den Text geschrieben und als Armin ihn gelesen hat sagte er nur: „Genau das fühl ich und genau das möchte ich singen.“ Das beschreibt diesen Song wohl am besten. Das war echt ein Stück Arbeit, aber Arnim wollte ihn unbedingt bringen, weil er den Text so wundervoll findet. Man könnte also sagen, dass das sein Herzstück ist. 

8.    Ponkywonky
Dieser Song ist ein Instrumentalstück und hat keinen Text, dadurch auch nicht wirklich einen Inhalt. Wir mussten die Platte an einem Montag abgeben, hatten am Sonntag vorher jedoch noch Bandprobe. Da haben wir uns zusammengesetzt und eine Art Playlist erstellt, in welcher Reihenfolge die Songs auf der Platte erscheinen sollen. Uns fehlte zwischen diesen ganzen Songs eine Art Verschnaufpause. Peter hatte dieses Gitarren-Interlude aufgenommen, das hat an der Stelle super gepasst.

9.    Yours
Bei dem Song gab es die Musik, den Beat und die Orgel. Dann hat Arnim einfach angefangen zu freestylen: Er hat einfach ein paar Wörter aneinandergereiht und daraus wurde dann ein Song. Trotzdem ist dieser Song echt kein ein Spontanstück gewesen. Er hat letztendlich echt viel Arbeit gemacht, aber es ist etwas Geiles daraus geworden und deshalb hat dieser Song auch den gleichen Titel wie das Album. 

10.    Mrs. Right
Wie der Titel schon sagt ist das ein Song über DIE eine Frau, sie muss nicht mal so perfekt sein, sie muss einen einfach umhauen. Fun Fact: Im Rock’n’Roll sind bestimmt beinahe 98% der Songs in irgendeiner Weise Lovesongs. 

11.    Sucker Punch 
Das ist eine relativ spontane Momentaufnahme aus dem Proberaum. Wir haben uns eigentlich nicht viele Gedanken gemacht, sondern eher unseren Bauch sprechen lassen. Da ist unser Punkrock-Herz ein bisschen mit uns durchgegangen. Wir haben es aufgenommen und so wie er war auf die Platte gehauen, ohne viel zu basteln. Das muss auf so einem Album auch mal sein. Wir haben Songs mit teilweise 80 verschiedenen Spuren, die sehr Clubmäßig sind. Da war es wichtig auch mal einen Punker reinzupacken. Viele beschweren sich in letzter Zeit, dass wir uns so verändert haben, was meiner Meinung nach normal ist. Ich denke mit diesem Song haben wir es allen Zweiflern noch mal gezeigt – im Beatsteaks Proberaum kann es durchaus noch mal ordentlich rumpeln! (lacht)

12.    Policoro
Den Song war von Anfang an nicht nur meiner, sondern der Liebingssong der ganzen Band! Er ist einfach etwas ganz besonderes. Es geht hier um die Dinge, die man erledigen MUSS wie Haustiere füttern, Arbeiten, zur Schule gehen usw. Wichtig ist jedoch, dass es noch viel mehr gibt als nur diese Sachen. Das bringt der Song in seinem Wahnsinn ziemlich auf dem Punkt – man sollte mehr auf sein Herz und seinen Bauch hören! 

13.    Hate to Love (ft. Jamie T)
Auch hier verrät der Titel schon wieder viel. Manchmal kann es total schwer sein jemanden zu lieben, trotzdem sollte man nie damit aufhören. Es ist ok, wenn man mal Liebeskummer hat, die Liebe nicht erwidert wird oder der Andere einen so sehr liebt, dass man sich dadurch eingeengt fühlt. Diese ganzen Erfahrungen sind zwar anstrengend, aber extrem wichtig. Und jeder, wirklich jeder durchlebt das. Da darf man ruhig mal genervt sein, aber niemals den Glauben verlieren. 

14.    L auf der Stirn (ft. Deichkind)
Phillip von „Deichkind“ war mal bei uns im Studio zu Besuch und wollte ein paar Sachen hören. Bei dem Song fragte er nur: „Und was ist damit?“ Wir mussten ihm erklären, dass der Titel irgendwie nicht fertig wird. Das Instrumental war toll, aber beim Text steckten wir fest. Bis er sagte: „Lass uns einen Song übers Scheitern machen!“ – so ist „L auf der Stirn entstanden“. Scheitern ist etwas ganz normales. Wenn man immer nur versucht in allem der/die Beste zu sein, haut es einen irgendwann richtig um. Man muss verstehen, dass verlieren auch ok ist und zum Leben dazugehört. Es ist voll in Ordnung, wenn einem mal eine Situation über den Kopf wächst, oder man etwas nicht schafft. 

15.    Attack and Decay
Das ist unsere Hommage an die 80-er Jahre, praktisch unsere Verbeugung vor der 80-er Jahre Disco. Wir haben es natürlich trotzdem versucht, so modern wie möglich zu halten. Es geht darum, dass man sich öfter locker machen sollte. Das gehört zum Leben dazu und mit dem Song kann man das besonders gut. Er erinnert uns einfach voll an unsere musikalische Jugend und die erste Schul-Disco, die wir erlebt haben. 

16.    Come On and Get Some
Das ist ein ganz klassischer Tanzsong, der nebenbei auch noch Mut macht. Für Extra-Gute-Laune eben!

17.    No Surprises
Dieser Song ist Glam-Rock vom allerfeinsten! Wer ihn gut findet, sollte sich Musik von „T.Rex“ oder Marc Bolen anhören. Eine Mischung aus Disco und Glam-Rock und daher auch super zum Tanzen. Nach dem Motto: Alles für die Party! (lacht)

18.    Abbadu (ft. Farin Urlaub)
Der zweite deutsche Song auf dem Album, mit Farin Urlaub zusammen und dieses Mal wieder ein Liebeslied. Ich glaube jeder der diesen Song hört kann sich ein bisschen damit identifizieren. Es geht darum, dass man sich nicht traut das Mädchen/den Jungen auf den man steht anzusprechen und wie toll es sein kann, wenn man sich doch dazu überwindet. Also für alle Jungs und Mädels da draußen, die sich nicht trauen ihren Schwarm anzusprechen: Hört diesen Song – das motiviert! 

19.    Gap
In England in der Ubahn stehen Schilder auf denen „Mind the Gap“ steht. Ein Hinweis darauf, dass man auf die Lücke zwischen Zug und Bahnsteigkante achten soll. Das ist einfach ein Lied über eine Lücke – egal welche. Die Lücke am Bahnhof, im Leben oder auf dieser Platte. Es ist relativ allgemein gesungen, deswegen kann man es auf jede Lebenslage übertragen. Aber so komisch das klingt, für uns geht es hier wirklich um die Lücke auf dieser Platte. 

20.    Summertime
Unser vorletzter Song klingt sehr sommerlich, heißt auch sehr sommerlich, ist jedoch sehr ernst und hat vermutlich den traurigsten Text auf der Platte. Es gibt in diesem Song um all die Menschen, die in den letzten Jahren, aus Kriegsgebieten in Länder kommen und auf ein besseres Leben hoffen. Sie haben in ihrer Heimat alles verloren, ihre Familie zurückgelassen, alles ist kaputt und jetzt kommen sie hier her und wünschen sich einen Neuanfang, weil sie in ihrer Heimat nicht mehr leben können. Wir haben uns in den letzten Jahren mit vielen Aktionen für die Unterstützung dieser Menschen eingesetzt und auch der Menschen, die helfen wollen. Deshalb hat das Thema eine hohe Bedeutung für uns und wir haben da natürlich eine klare Meinung zu!

21.    The Job
Als wir den gemacht haben war ganz klar: Das wird der letzte Song auf dem Album. So wie „Breakdown“ unsere Hörer mit einem Rumms in die Platte ziehen soll, so macht dieser Song mit einem ordentlichen Knall die Platte und den Sack zu – sowohl textlich, als auch musikalisch. 

Wer mehr von den „Beatsteaks“ erfahren will, kann ihnen auf Instagram @beatsteaks_official oder auf Facebook folgen. 
 

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